DoorDash startet Drohnen-Lieferdienst ‚DoorDash Air‘ nach FAA-Zertifizierung

2026-07-29 · kamil

DoorDash, der größte Lieferdienst für Essensbestellungen in den USA, hat von der Federal Aviation Administration (FAA) die Part-135-Luftverkehrsbetreiberlizenz erhalten und bereitet damit den Start seines eigenen Drohnenlieferprogramms „DoorDash Air“ vor. Diese Zertifizierung ermöglicht es dem Unternehmen, in naher Zukunft kleine Pakete per Drohne zuzustellen.

FAA-Zertifizierung und Wettbewerb

Die erhaltene Part-135-Luftverkehrsbetreiberlizenz der FAA ist eine Voraussetzung für den kommerziellen Drohnenbetrieb und erlaubt DoorDash, kleine Pakete auf dem Luftweg zu transportieren. Ähnliche Genehmigungen besitzen in den USA bereits Unternehmen wie Alphabet’s Wing, Zipline und Amazon. Zuvor hatte DoorDash in Pilotprojekten in Dallas-Fort Worth, Virginia und Australien mit Wings Drohnenlieferdienst von Alphabet zusammengearbeitet.

Eigene Entwicklung und Infrastruktur

Anstatt auf externe Partner zu setzen, kündigte DoorDash an, künftig eigene Drohnen zu entwickeln und einzusetzen. Diese Fluggeräte werden speziell für die Essenslieferung konzipiert und innerhalb der unternehmenseigenen Abteilung DoorDash Labs entworfen und montiert. Diese Abteilung beherbergt auch die Robotik- und KI-Teams, die für die Entwicklung der „Dot“-Lieferroboter des Unternehmens verantwortlich sind. DoorDash betont, dass die Drohnen in den USA entwickelt und gebaut werden, wobei der Großteil der Komponenten ebenfalls aus den Vereinigten Staaten stammt.

Neben den Fluggeräten plant DoorDash auch den Aufbau der gesamten notwendigen bodengestützten Infrastruktur. Dies umfasst komplexe Systeme, Strukturen und zusätzliche Ausrüstung, die es Restaurants ermöglichen, Bestellungen an die Drohnen zu übergeben. Auch Flugpläne, Luftraummanagement und die Logistik für die Zustellung am Zielort sollen vom Unternehmen selbst etabliert werden. Das Unternehmen sieht in der Lösung dieser „physischen Weltprobleme“ einen entscheidenden Vorteil gegenüber der Konkurrenz.

Lösung für Mittelstrecken-Lieferungen

DoorDash zielt darauf ab, mit Drohnenlieferungen eine Lücke bei Lieferungen über mittlere Distanzen zu schließen. Nach Angaben des Unternehmens betreffen über 20 Prozent der Bestellungen Entfernungen von drei bis fünf Meilen. Diese Lieferungen können jedoch im Durchschnitt fast 25 Prozent länger dauern als kürzere Strecken, hauptsächlich weil die Suche nach einem Kurier für diese mittleren Distanzen mehr Zeit in Anspruch nimmt.

Durch die Verlagerung dieser Mittelstrecken-Lieferungen auf Drohnen könnten die menschlichen Kuriere, sogenannte „Dashers“, sich auf kürzere Routen konzentrieren. Dies würde ihnen ermöglichen, schneller von einer Bestellung zur nächsten zu gelangen und so ihr Verdienstpotenzial zu maximieren, indem sie in Gebieten mit hoher Händlerkonzentration bleiben.

Zukünftige Pläne

Details zu den ersten Einsatzmärkten von DoorDash Air wurden noch nicht bekannt gegeben, sollen aber in den kommenden Monaten folgen.


Thema: Google. Quelle/Inspiration: The Verge.

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