OpenAI plant Smart Speaker: Preis über 300 US-Dollar, bewegliche Teile

2026-08-07 · kamil

OpenAI plant die Einführung eines Smart Speakers, dessen Preis voraussichtlich über 300 US-Dollar liegen wird. Das Gerät, das laut Bloomberg noch dieses Jahr vorgestellt und 2027 auf den Markt kommen soll, zielt darauf ab, den mobilen Zugang zu KI-Funktionen zu erweitern.

Design und Funktionsweise des Geräts

Der akkubetriebene Lautsprecher soll eine Donut-Form haben und etwa die Größe eines Hockey-Pucks besitzen. Besondere Merkmale sind bewegliche Teile, die unabhängig voneinander reagieren, sowie Lichter, die den Hörstatus anzeigen. Diese Elemente sollen dem Gerät eine „lebendigere“ Anmutung verleihen als herkömmliche statische Lautsprecherprodukte. Für das Design wurde laut Bloomberg das Studio LoveFrom von Jony Ive beauftragt, einem bekannten ehemaligen Apple-Designer. Bei der Materialwahl werden „hochwertiges Metall“ und andere Premium-Materialien genannt.

Funktional soll der Smart Speaker Aufgaben über eine KI-gesteuerte Interaktion unterstützen. Die Funktionsweise ähnelt dem ChatGPT-Sprachmodus auf mobilen Geräten, soll jedoch auf fortschrittlicheren Modellen für eine menschenähnlichere Kommunikation basieren. Zudem ist die Steuerung von Smart-Home-Geräten vorgesehen.

Preisgestaltung und Marktpositionierung

Mit einem kolportierten Preis von über 300 US-Dollar, wobei Diskussionen über bis zu 400 US-Dollar stattfanden, positioniert sich OpenAI in einem oberen Preissegment des Smart-Speaker-Marktes. Zum Vergleich: Die teuersten Smart Speaker von Amazon, wie der Echo Show 15 mit Display (ca. 300 US-Dollar) oder der Echo Studio mit Virtual Surround Sound (ca. 220 US-Dollar), bieten zusätzliche Hardware-Merkmale.

Der Hauptreiz des OpenAI-Geräts liegt in den ChatGPT-Fähigkeiten. Viele Nutzer sind jedoch daran gewöhnt, den Chatbot über bereits vorhandene Geräte zu nutzen. OpenAI setzt darauf, dass Nutzer bereit sind, einen erheblichen Betrag für dedizierte Hardware auszugeben, um auf Chatbot-Funktionen zuzugreifen, deren fortschrittlichste Versionen oft auch ein Abonnement erfordern.

Rechtliche und strategische Aspekte

Nach einer Klage von Apple wegen angeblichen Diebstahls von Geschäftsgeheimnissen im Rahmen der Hardware-Entwicklung hat OpenAI eine interne Untersuchung durchgeführt. Diese kam zu dem Schluss, dass der Smart Speaker keine Apple-IP verwendet.

OpenAI, das jährlich Milliardenverluste verzeichnet, sucht offenbar nach neuen Einnahmequellen und Wegen zur Nutzerbindung. Die Entscheidung für den Smart-Speaker-Markt, der selbst mit Profitabilitätshürden kämpft, könnte eine Herausforderung darstellen. Neben dem Smart Speaker entwickelt OpenAI Berichten zufolge weitere KI-gestützte Geräte. Bislang ist das $230 teure Codex Micro Mini Keyboard das einzige weitere Gadget des Unternehmens.


Thema: OpenAI. Quelle/Inspiration: Ars Technica.

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