Samsung hat das Galaxy Z Fold 8 Ultra vorgestellt, ein neues faltbares Smartphone, das für 2.100 Dollar erhältlich ist. Das Gerät bietet im Vergleich zum letztjährigen Z Fold 7 eine Reihe von Verbesserungen bei Displays, Akku, Ladefunktionen und Kameras.
Konzept und Abgrenzung
Trotz seiner „Ultra“-Bezeichnung ist das Gerät keine leistungsgesteigerte Version des regulären Z Fold 8, das breiter und gedrungener ist. Stattdessen behält das Z Fold 8 Ultra die schlanke Außenanzeige und das quadratische Innenpanel der vorherigen Fold-Modelle bei. Im Gegensatz zum Galaxy S26 Ultra bietet es weder S Pen-Unterstützung noch ein Privacy Display. Samsung positioniert das höhere Ultra-Modell eher für Produktivität, während das Z Fold 8 auf Medienkonsum abzielt. Der Hersteller argumentiert, dass der zusätzliche vertikale Platz des Ultra-Modells hilfreich ist, um Dokumente zu referenzieren oder mehrere Posteingänge zu navigieren.
Design und Display-Verbesserungen
Äußerlich gleicht das Z Fold 8 Ultra weitgehend dem Z Fold 7, behält dessen kastenförmige Form, Größe und Gewicht bei, ist jedoch im geöffneten Zustand mit 4,1 mm geringfügig dünner. Die neuen Farboptionen – Dunkelgrau, Creme, Lila und Grün – sind die primären visuellen Unterscheidungsmerkmale. Das zugeklappte Gerät verfügt über einen 6,5 Zoll großen Außendisplay, während im geöffneten Zustand ein fast quadratisches, 8 Zoll großes flexibles Display zum Vorschein kommt.
Beide Displays sind mit 3.000 Nits Spitzenhelligkeit heller und somit besser im Freien nutzbar. Das Innendisplay bietet eine Auflösung von 2256 x 2504 Pixeln sowie eine neue Antireflexionsbeschichtung. Samsung hat zudem die Mechanik des Hauptbildschirms mit einer neuen Titanlegierungsfolie und einer flexiblen Titanplatte überarbeitet. Diese Neuerungen machen den faltbaren Bildschirm dünner und langlebiger und tragen in Kombination mit der Antireflexionsbeschichtung dazu bei, dass die Falz im Display schwerer zu sehen und zu fühlen ist. Frontal betrachtet ist sie nun fast unsichtbar, bei schrägem Lichteinfall jedoch noch erkennbar.
Akku und Ladefunktion
Eine der bedeutendsten Neuerungen ist der Akku. Durch den erstmaligen Einsatz einer Silizium-Kohlenstoff-Batteriechemie konnte die Kapazität von 4.400 mAh im Vorgängermodell auf 5.000 mAh erhöht werden, ohne das Gerät dicker zu machen. Der Akku ermöglicht eine ganztägige Nutzung, selbst bei mehrstündiger Verwendung des Innendisplays. Die Ladefunktionen wurden ebenfalls verbessert, mit 45W kabelgebundenem und 20W drahtlosem Laden. Das Gerät ist „Qi2 Ready“, benötigt jedoch eine entsprechende Qi2-Hülle für maximale drahtlose Ladegeschwindigkeiten, da es keine internen Lademagnete besitzt.
Kamerasystem und weitere Merkmale
Das Z Fold 8 Ultra verfügt über ein deutlich verbessertes Dreifach-Kamerasystem auf der Rückseite. Es teilt sich die 50-Megapixel-Ultraweitwinkelkamera (f/1.9) mit dem Z Fold 8, bietet jedoch eine überlegene 200-Megapixel-Hauptkamera mit besserer Detail- und Lichterfassung. Eine 10-Megapixel-Telekamera mit 3-fachem optischem Zoom, die beim regulären Fold 8 fehlt, erweitert die fotografischen Möglichkeiten des Ultra-Modells. Die Konsistenz zwischen den drei Linsen ist in den meisten Situationen gut, auch wenn die Ultraweitwinkelkamera gelegentlich abweichende Farbwiedergaben zeigt. Bei schlechten Lichtverhältnissen ist die Leistung der Kameras solide, neigt aber dazu, den Nachthimmel aufzuhellen und Lichtreflexe um hellere Quellen zu erzeugen.
Hinsichtlich der Robustheit bietet das Gerät eine IP48-Zertifizierung, die guten Schutz vor Wasser, aber nur begrenzten Schutz vor Staub und Sand gewährleistet. Die Unterstützung für den S Pen, die bereits beim Vorgänger entfiel, fehlt weiterhin.
Software-Anpassungen
Die Software-Updates sind geringfügig und umfassen Funktionen wie My FanCam, eine Videobearbeitungsfunktion, die KI nutzt, um Videos auf eine bestimmte Person zuzuschneiden. Die Unterstützung für Google Gemini Intelligence zur Aufgabenautomatisierung ist ebenfalls vorhanden, war aber zum Testzeitpunkt nicht überall verfügbar.
Thema: Samsung. Quelle/Inspiration: The Verge.