Amazons Rechenzentrum in Texas könnte größte CO2-Quelle der USA werden

2026-08-09 · kamil

Amazon plant den Bau eines Rechenzentrums im Pecos County, Texas, das durch ein eigenes Kraftwerk betrieben werden soll. Dieses Kraftwerk, das Erdgas verbrennen würde, könnte laut Berichten der New York Times zur größten Quelle von Klimaverschmutzung in den Vereinigten Staaten avancieren.

Dem Bericht zufolge ist die Anlage genehmigt, jährlich 33 Millionen Tonnen Kohlendioxid (CO2) freizusetzen. Diese Menge überschreitet die Emissionen jedes anderen Kraftwerks in den USA.

Auswirkungen auf Amazons Klimaziele

Ein Sprecher von Amazon bestätigte, dass das Rechenzentrum, ein essenzieller Baustein der digitalen Infrastruktur für die Speicherung und Verarbeitung großer Datenmengen, durch eine neue Vor-Ort-Anlage mit Strom versorgt wird. Dies solle sicherstellen, dass die Stromkosten für Haushalte in Texas nicht steigen. Rechenzentren stehen zunehmend wegen ihres Stromverbrauchs und der damit verbundenen Auswirkungen auf die Energiekosten in der Kritik.

Künstliche Intelligenz (KI), ein Bereich, in dem Amazon und andere Technologieunternehmen stark investieren, hat bereits einen erheblichen Einfluss auf die CO2-Emissionen des Unternehmens. Im vergangenen Jahr stiegen Amazons Emissionen um 16 Prozent. Dies steht im Widerspruch zu Amazons Klimaversprechen, die eigenen Kohlenstoffemissionen bis 2040 vollständig zu eliminieren.

Amazons Stellungnahme zum Klimaversprechen

Der Amazon-Sprecher kommentierte die Situation mit den Worten, dass sich „die Welt heute anders darstellt als zu dem Zeitpunkt, als wir das Klimaversprechen mitbegründet haben“. Gleichzeitig betonte er, dass „unser Engagement unverändert ist“. Die Entwicklung hin zu großen Erdgasanlagen zur Deckung des hohen Energiebedarfs von Rechenzentren, die durch KI-Anwendungen weiter steigt, könnte die Herausforderungen für die Klimaziele von Technologieunternehmen verschärfen.


Thema: Amazon. Quelle/Inspiration: TechCrunch.

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