Harvard Business School setzt KI-Avatare im Gründerprogramm ein

2026-08-22 · kamil

Die Harvard Business School (HBS) integriert künstliche Intelligenz (KI) in ihr Lehrangebot: Im achtwöchigen HBS Foundry Bootcamp für angehende Unternehmer werden KI-Avatare des Startups HeyGen eingesetzt. Diese digitalen Assistenten unterstützen die Teilnehmer, indem sie bei Übungspräsentationen und simulierten Vorstandssitzungen individuelles Feedback geben. Das Programm kostet 699 US-Dollar und bietet zusätzlich wöchentliche Live-Sitzungen mit Dozenten.

Feedback durch digitale Mentoren

Die Hauptaufgabe der KI-Avatare besteht darin, den Gründern konkrete Rückmeldungen zu ihren Geschäftsideen und Präsentationsfähigkeiten zu liefern. Während die wöchentlichen Live-Sitzungen den direkten Austausch mit menschlichen Dozenten ermöglichen, übernehmen die Avatare die Rolle des kritischen Zuhörers in praktischen Übungsszenarien. Dies soll den Teilnehmern eine kontinuierliche Verbesserung ihrer Pitches und Argumentationen ermöglichen.

Die Reporterin Sarah Kessler von der New York Times testete das System, indem sie ihren eigenen Pitch vor einem KI-generierten Abbild von Jeff Bussgang, Mitbegründer von Flybridge Capital, präsentierte. Ihre Idee eines „Uber für Bananen“ konnte weder den echten Bussgang noch sein digitales Pendant überzeugen. Kessler bemerkte jedoch, dass die virtuelle Version während ihrer Präsentation ein auffällig „eingefrorenes Lächeln“ zeigte.

Entwicklung und Akzeptanz bei Teilnehmern

Die ursprüngliche Vision für die KI-Komponente, so Projektleiterin Katharina Rings, war eher ein Chatbot-ähnliches System. Nach einer Testphase äußerten die Studenten jedoch den Wunsch nach einer stärker geführten Erfahrung, was zur Entwicklung der Avatar-Lösung führte. Diese Avatare bieten nun eine strukturiertere Interaktion, die über reine Textantworten hinausgeht.

Trotz der allgemeinen Skepsis einiger Studenten gegenüber KI im Bildungsbereich zeigen sich die Teilnehmer des Foundry-Programms positiv gegenüber den Avataren eingestellt. Jeff Bussgang, dessen digitales Abbild im Programm genutzt wird, bezeichnete seine virtuelle Kopie zwar als „ein wenig unheimlich“, betonte jedoch: „Meine Studenten lieben es.“ Dies deutet auf eine hohe Akzeptanz des Tools als effektives Lerninstrument innerhalb der Zielgruppe hin.


Thema: Technologie / KI allgemein. Quelle/Inspiration: TechCrunch.

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