Google führt in den kommenden Tagen eine erweiterte Personalisierungsfunktion für seinen Discover-Feed ein, die es Nutzern ermöglicht, ihre Präferenzen für angezeigte Inhalte über eine neue Chat-Schnittstelle präzise zu steuern.
Verbesserte Kontrolle über den Discover-Feed
Die Discover-Seite, die Nutzer beim Öffnen der Google- oder Chrome-App auf Android-Telefonen sehen, zeigt eine Liste von Artikeln, die bisher vollständig algorithmusbasiert war. Die Auswahl der Inhalte wurde maßgeblich von besuchten Webseiten, Suchbegriffen und sogar Aktivitäten in anderen Google-Diensten wie YouTube-Videos beeinflusst.
Bislang waren die Möglichkeiten zur Anpassung des Feeds begrenzt. Nutzer konnten angeben, dass sie weniger Inhalte einer bestimmten Art sehen möchten, Desinteresse an einem Thema bekunden, einen Artikel mit einem „Herz“ markieren, um Interesse zu zeigen, oder einen bestimmten Herausgeber vollständig blockieren. Die neue Funktion soll diese Anpassungsmöglichkeiten deutlich erweitern.
Konversationelle Personalisierung
Mit der bevorstehenden Aktualisierung können Nutzer über das Drei-Punkte-Menü bei jedem Artikel im Discover-Feed eine Chat-Funktion aufrufen. Dort haben sie die Möglichkeit, in natürlicher Sprache genau zu beschreiben, welche Themen oder Arten von Links sie sehen oder vermeiden möchten. Google nennt Beispiele wie: „Zeige mir Langform-Inhalte und Tiefenanalysen zu Smart-Home-Technologie, überspringe aber Produktneuigkeiten und Pressemitteilungen.“ Oder: „Gib mir Tipps und versteckte Funktionen für die Einrichtung des Pixel-Telefons, aber nur für das Pixel 11 Pro XL.“ Auch spezifische Wünsche wie „Gib mir Rezepte und Tipps zum Backen von Keksen, aber überspringe alles Gluten- oder Zuckerfreie“ sollen umgesetzt werden können.
Google verspricht, dass der Feed sich sofort an diese Anfragen anpasst und die getroffenen Einstellungen für zukünftige Inhalte speichert. Diese neue Funktionalität, die Teil von drei diese Woche angekündigten Personalisierungs-Upgrades ist, soll Nutzern eine deutlich feinere Kontrolle über ihren Discover-Feed bieten.
Thema: Google. Quelle/Inspiration: ZDNet.