Apple legt neue Beweise in Klage gegen OpenAI vor

2026-09-01 · kamil

Apple hat im Rahmen seiner Klage gegen OpenAI, die sich auf den Diebstahl von Geschäftsgeheimnissen durch ehemalige Mitarbeiter bezieht, neue Details vorgelegt. Diese Informationen, die Apple als „schockierende Beweise“ bezeichnet, sollen die Anschuldigungen gegen den ehemaligen Apple-Mitarbeiter Chang Liu, der inzwischen für OpenAI tätig ist, untermauern.

Die neuen Erkenntnisse ergaben sich, nachdem der Rechtsbeistand von Chang Liu Anfang des Monats Lius altes Apple-Dienstlaptop zur Untersuchung übergeben hatte. Apple behauptet nun, dass Liu eine vertrauliche Schaltplan-Skizze von Apple sowie ein Werkzeug, dessen Name mit einer internen Apple-Ingenieuranwendung übereinstimmt, bei seiner Arbeit für OpenAI verwendet hat.

Vorwürfe der Datenentwendung und Beweismittelvernichtung

Das Unternehmen aus Cupertino wirft OpenAI vor, „wohlwissend“ von Lius Zugriff auf Apple-Daten gewesen zu sein. Darüber hinaus behauptet Apple, dass Liu im Juni die Unterstützung seines OpenAI-Kollegen Yu-Ting Peng in Anspruch nahm, um Beweismittel zu vernichten, nachdem er von der Untersuchung durch Apple erfahren hatte.

In den Gerichtsunterlagen heißt es, dass das MacBook, das nur nach wochenlanger Verzögerung bereitgestellt wurde, zeige, dass Apple „keine ‘Fishing Expeditions’ durchführt, sondern dass seine Geschäftsgeheimnisse verwendet und Beweismittel vernichtet werden.“ Obwohl diese neuen Beweise der Öffentlichkeit nicht zugänglich sind, enthielten frühere Einreichungen von Apple Textnachrichten von Liu, in denen er mit „weinenden lachenden“ Emojis seine Kenntnis über den weiterhin bestehenden Zugriff auf Apple-Dateien ausdrückte.

Streit um Systemzugriff und rechtliche Schritte

OpenAI hatte Liu zuvor verteidigt und argumentiert, er habe nach seinem Ausscheiden bei Apple nur auf Dateien zugegriffen, um ehemaligen Kollegen zu helfen, die ihn um Unterstützung gebeten hatten. OpenAI kritisierte zudem Apples Systemzugriffsmanagement und bezeichnete es als „häufiges Problem“, dass Apple es versäume, den Systemzugriff beim Ausscheiden von Mitarbeitern ordnungsgemäß zu verwalten. Apple kontert diese Darstellung mit der Behauptung, Liu habe den anhaltenden Zugriff durch die Ausnutzung eines „seltenen, zuvor unbekannten Authentifizierungsfehlers“ erlangt.

Apple strebt eine einstweilige Verfügung an, die OpenAI die Arbeit an Hardware, die auf Apple-Technologie basiert, während des laufenden Verfahrens untersagen würde. Zudem fordert Apple eine beschleunigte Offenlegung von Beweismitteln (Expedited Discovery), da das Unternehmen annimmt, dass weitere ehemalige Mitarbeiter in den Fall verwickelt sein könnten. Laut Apples ursprünglicher Klageschrift sind mehr als 400 ehemalige Apple-Mitarbeiter inzwischen bei OpenAI beschäftigt. TechCrunch hat OpenAI um Stellungnahme zu den neuesten Anschuldigungen gebeten.


Thema: OpenAI. Quelle/Inspiration: TechCrunch.

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