Deepseek, ein chinesisches Technologieunternehmen, plant, mindestens 160.000 der neuesten Ascend-950DT Chips von Huawei in einem großen Rechenzentrum in der Inneren Mongolei zu installieren. Diese Chips sind ausschließlich für Inferenz-Aufgaben vorgesehen, also für die Anwendung bereits trainierter KI-Modelle, beispielsweise zur Beantwortung von Fragen oder zur Bilderkennung. Für das rechenintensivere Training von KI-Modellen setzt Deepseek weiterhin auf Hardware von Nvidia.
Sollte dieses Vorhaben realisiert werden, würde es den größten bekannten Cluster von Huawei-Chips darstellen. Dies wäre ein bedeutender Schritt für China, um die Abhängigkeit von ausländischer Halbleitertechnologie, insbesondere von Nvidia, zu reduzieren.
Lieferengpässe und Speichertechnologie
Die vollständige Auslieferung der Bestellung durch Huawei wird voraussichtlich über ein Jahr dauern. Ursächlich hierfür sind Produktionsengpässe bei Huawei sowie eine allgemeine Verknappung von Speicherchips. Insbesondere der Mangel an Hochleistungsspeicher könnte sich jedoch in Zukunft entspannen.
Chinas führender Speicherhersteller CXMT produziert erstmals kleine Chargen von HBM3E-Speicher. HBM3E (High Bandwidth Memory 3E) ist ein Hochgeschwindigkeitsspeicher, der für viele moderne KI-Prozessoren unerlässlich ist. Trotz dieser Entwicklung liegt CXMT noch drei bis fünf Jahre hinter internationalen Marktführern wie Samsung, SK Hynix und Micron zurück, die bereits HBM4 in Massenproduktion herstellen. HBM4 ist die nächste Generation dieser Speichertechnologie und bietet noch höhere Bandbreiten.
Deepseeks Bestellung ist Teil einer umfassenderen Initiative der chinesischen Regierung, die darauf abzielt, die heimische Chipindustrie zu stärken und im Bereich der Künstlichen Intelligenz nicht den Anschluss zu verlieren.
Thema: DeepSeek. Quelle/Inspiration: The Decoder.