Seattle Times und Newsday verklagen OpenAI und Microsoft wegen KI-Training

2026-09-06 · kamil

Zwei weitere Nachrichtenorganisationen, The Seattle Times und Newsday, haben Klage gegen OpenAI und Microsoft eingereicht. Sie werfen den Technologieunternehmen vor, ihre journalistischen Inhalte ohne Genehmigung zum Training von Künstlicher Intelligenz (KI) verwendet zu haben.

Argumentation der Kläger

In ihrer Klageschrift führen The Seattle Times und Newsday an, dass der Einsatz von generativer KI die Journalismusbranche irreparabel schädigen könnte. Sie beschreiben generative KI – Systeme, die aus Daten lernen, um neue Inhalte zu erstellen – als eine „Schlange, die ihren eigenen Schwanz frisst“. Diese könnte jene Organisationen zerstören, die die Inhalte produzieren, auf denen die KI trainiert wird.

Die Kläger argumentieren, dass KI-Produkte wie ChatGPT und CoPilot zwar als Inhaltsproduzenten beworben werden, aber tatsächlich „raubgierige Konsumenten“ seien. Diese würden menschlich erstellte Inhalte verschlingen und dann „Kopien und derivative Imitationen“ des ursprünglichen Materials zurückliefern, um kommerzielle Ziele zu erreichen.

Hintergrund und weitere Klagen

Bereits 2023 hatte The New York Times OpenAI und seinen Partner und Investor Microsoft wegen angeblicher Urheberrechtsverletzung verklagt. Seitdem haben sich weitere Publikationen diesen Klagen angeschlossen. Die aktuelle Klage von The Seattle Times ist insofern bemerkenswert, als Microsoft und OpenAI in der Vergangenheit journalistische Projekte und Stipendien der Organisation finanziell unterstützt haben.

Reaktion von Microsoft

Ein Sprecher von Microsoft äußerte sich gegenüber GeekWire „überrascht von der Klage“, erklärte aber, das Unternehmen sei „immer gerne bereit, sich zusammenzusetzen und Lösungen für diese Art von Streitigkeiten zu finden“.


Thema: OpenAI. Quelle/Inspiration: TechCrunch.

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