Ein Bundesberufungsgericht in Washington hat die Entscheidung des Pentagons bestätigt, das KI-Startup Anthropic von Militärverträgen auszuschließen. Das Gericht entschied mit 2 zu 1 Stimmen, dass das Pentagon Anthropic korrekterweise als nationales Sicherheitsrisiko für die Lieferkette eingestuft hat. Dieser Schritt basiert auf der Weigerung des Unternehmens, seine Technologie für autonome Waffen und Massenüberwachung zur Verfügung zu stellen.
Hintergrund der Pentagon-Entscheidung
Verteidigungsminister Pete Hegseth argumentierte, dass die von Anthropic auferlegten Sicherheitsbeschränkungen militärische Operationen gefährden könnten. Anthropic lehnt die Entscheidung ab und prüft nach eigenen Angaben die nächsten Schritte. Die Einstufung als Sicherheitsrisiko hat das Unternehmen nach eigenen Angaben bereits Milliarden gekostet und beeinträchtigt den geplanten Börsengang.
Widersprüchliche Gerichtsentscheidungen und Kritik
Im späten August hatte ein Bundesrichter in San Francisco eine parallele Einstufung nach einem anderen Gesetz blockiert und diese als unrechtmäßige Vergeltung für Anthropic’s Haltung zur KI-Sicherheit bezeichnet. Trotz der Einstufung als Lieferkettenrisiko sind US-Geheimdienste weiterhin intensive Nutzer von Anthropic’s KI-Modellen, was Fragen zur Kohärenz der Maßnahmen aufwirft.
Teile der Technologiebranche sowie ehemalige Militärangehörige haben Anthropic in diesem Konflikt unterstützt. Die Trump-Administration scheint das Unternehmen zu bestrafen, da sie Anthropic als „linksgerichtet“ und „woke“ ansieht. Präsident Trump hat diese Ansicht explizit geäußert.
Thema: Anthropic. Quelle/Inspiration: The Decoder.