Eine aktuelle Umfrage der Quinnipiac University zeigt, dass eine deutliche Mehrheit der Amerikaner eine Verlangsamung oder gar einen vollständigen Stopp der Entwicklung Künstlicher Intelligenz (KI) fordert, bis deren Sicherheit nachgewiesen ist. Konkret wünschen sich 77 Prozent der Befragten eine solche Maßnahme. Demgegenüber sprechen sich lediglich fünf Prozent für eine Beschleunigung der KI-Entwicklung aus.
Forderungen nach Kontrolle und Tempoanpassung
Die Umfrageergebnisse, die auf einer Befragung von 1.202 US-Erwachsenen zwischen dem 24. und 27. September basieren und eine Fehlerquote von plus/minus 3,5 Prozentpunkten aufweisen, differenzieren die Haltung der Amerikaner weiter: 47 Prozent der Befragten bevorzugen eine Reduzierung des Entwicklungstempos von KI, während 30 Prozent einen vollständigen Stopp befürworten, bis umfassende Sicherheitsnachweise vorliegen. Diese Zahlen unterstreichen eine breite Skepsis gegenüber dem aktuellen Fortschrittstempo im Bereich der Künstlichen Intelligenz.
Skepsis gegenüber KI-Führungen und Risikobewusstsein
Ein weiteres zentrales Ergebnis der Umfrage ist das geringe Vertrauen in die Führungskräfte von KI-Unternehmen: 74 Prozent der Amerikaner haben wenig oder gar kein Vertrauen in diese. Dies korreliert mit der Forderung nach unabhängigen Sicherheitsstandards, die von 86 Prozent der Befragten unterstützt wird, selbst wenn dies den Fortschritt verlangsamen sollte. Chetan Jaiswal von der Quinnipiac University kommentierte die Ergebnisse mit den Worten: „Zusammengenommen legen diese Ergebnisse nahe, dass die Öffentlichkeit Schutzmaßnahmen wünscht, die nicht einfach davon abhängen, den Worten der Unternehmensführer zu glauben.“
Darüber hinaus äußern 73 Prozent der Befragten die Sorge, dass Künstliche Intelligenz letztendlich das Überleben der Menschheit bedrohen könnte. Diese tiefgreifende Besorgnis trägt maßgeblich zur Forderung nach mehr Vorsicht und strengeren Kontrollen in der Entwicklung bei.
Thema: Technologie / KI allgemein. Quelle/Inspiration: The Decoder.