Microsoft skaliert eigene Maia KI-Chips auf Gigawatt-Niveau ab 2027

2026-10-12 · kamil

Microsoft wird seine selbstentwickelten Azure Maia KI-Chips ab 2027 als primäres Inferenzsystem in seinen Produkten einsetzen und sie auf Multi-Gigawatt-Niveau skalieren. Dies gab das Unternehmen bekannt, wobei CEO Satya Nadella die Initiative als „unsere bisher größte Wette auf unser eigenes Silizium“ bezeichnete. Die Maia-Chips sind speziell für die Ausführung von KI-Modellen (Inferenz) konzipiert.

Bereits heute ist der Maia 200 in Microsoft Copilot in den USA, Europa und Australien im Einsatz. Bis zum Jahresende sollen zudem GitHub Copilot und Foundry folgen. Microsoft gibt an, dass der Maia 200 Chip bei der Nutzung in Microsoft Teams bis zu 1,7 Mal mehr Tokens pro Watt verarbeitet als führende GPUs. Tokens sind hierbei die grundlegenden Texteinheiten, die von Sprachmodellen verarbeitet werden. Der Chip unterstützt Modelle von OpenAI, MAI sowie Open-Source-Modelle.

Effizienzsteigerung mit Maia 300

Der Nachfolger, der Maia 300, wird ebenfalls 2027 ausgeliefert. Er ist für die Verarbeitung langer Eingaben, schnelle Chat-Anwendungen und sogenannte Agentic Tasks, also Aufgaben für autonome KI-Agenten, konzipiert. Microsoft prognostiziert für den Maia 300 eine um 40 Prozent höhere Verarbeitung von Tokens pro Megawatt im Vergleich zu führenden GPU-Systemen. Ein Server-Rack, das mit 96 Maia 300 Chips bestückt ist, soll demnach bis zu siebenmal mehr Tokens erzeugen können als ein Rack mit Maia 200 Chips. Weitere technische Details zu den Chips werden im November auf der Konferenz Ignite 2026 erwartet.


Thema: Microsoft. Quelle/Inspiration: The Decoder.

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