NHTSA untersucht Tesla Robotaxis wegen Geschwindigkeitsüberschreitungen in Schulzonen

2026-10-13 · kamil

Die National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA), die US-amerikanische Behörde für Straßen- und Fahrzeugsicherheit, evaluiert Berichte über Geschwindigkeitsüberschreitungen von Tesla-Robotaxis in aktiven Schulzonen. Konkret geht es um etwa 1.000 Robotaxis der Modelle Model Y und Cybercab, die mit Teslas automatisiertem Fahrsystem (ADS) unterwegs sind und mutmaßlich die dort geltenden Geschwindigkeitsbegrenzungen missachten.

Das Office of Defects Investigation (ODI), eine Abteilung der NHTSA, erhielt am 23. September 2026 eine Petition, die eine Untersuchung der Vorfälle fordert. Demnach sollen die genannten Tesla-Fahrzeuge, die dem Modelljahr 2026 angehören, mit aktiviertem ADS die zulässigen Höchstgeschwindigkeiten in Schulzonen überschreiten. Das Automated Driving System (ADS) ist ein System, das es Fahrzeugen ermöglicht, bestimmte Fahrfunktionen autonom auszuführen.

Hintergrund der aktuellen Untersuchung

Das erst in diesem Jahr eingeführte Cybercab-Modell steht bereits unter Beobachtung der Behörden. Eine weitere Untersuchung befasst sich mit dem Fehlen von Seitenspiegeln, Pedalen und einem Lenkrad in diesen Fahrzeugen, was Fragen hinsichtlich der Verkehrssicherheit aufwirft.

Weitere Vorwürfe und Untersuchungen

Die NHTSA hat zudem eine separate Untersuchung gegen Teslas „Full Self-Driving“-System eingeleitet. Diese befasst sich mit Vorwürfen, dass das System Verkehrsverstöße begeht, darunter das Überfahren roter Ampeln und Fahren auf der falschen Straßenseite.

Auch andere Anbieter von Robotaxis sehen sich mit ähnlichen Anfragen konfrontiert. So gab es bereits Untersuchungen gegen Waymo-Robotaxis, unter anderem wegen des illegalen Überholens von Schulbussen und eines Vorfalls, bei dem ein Kind in der Nähe einer kalifornischen Grundschule angefahren wurde.


Thema: Tesla. Quelle/Inspiration: The Verge.

← Zurück zu Aktuelles

Ähnliche Artikel