Schauspieler und Angel-Investor Mark Wahlberg hat sich offen für den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) in der Filmproduktion gezeigt, unter der Bedingung, dass die Technologie zur Verbesserung bestehender Inhalte genutzt wird. Dies erklärte Wahlberg auf der TechCrunch Disrupt Konferenz, wo er seine Perspektive zur Rolle von KI im Filmbereich darlegte. Er betonte, dass KI nicht dazu dienen sollte, menschliche Kreativität und Schauspieler zu ersetzen, sondern diese zu ergänzen.
KI zur Aufwertung von Filmprojekten
Wahlberg plant, KI potenziell in seinem kommenden Filmprojekt, dem Biopic über Pete Rose, einzusetzen. In diesem Film wird er die Titelrolle spielen. Die Technologie soll dabei helfen, spezifische Aspekte wie die Stadionkulisse zu verbessern. Wahlberg stellte klar, dass er sich gegen eine Nutzung von KI ausspricht, bei der beispielsweise ein Skript von ChatGPT generiert und der Film ohne echte Schauspieler umgesetzt wird. Für ihn muss das Storytelling weiterhin im Mittelpunkt des Filmemachens stehen.
Er zog Parallelen zu früheren technologischen Fortschritten im Kino, wie den computergenerierten Bildern (CGI) in Filmen wie „Jurassic Park“ oder der „Perfect Storm“, die damals als Spitzentechnologie galten. Während er früher von effektegetriebenen Filmen begeistert war, liegt sein Fokus heute stärker auf dem Erzählen von Geschichten.
Offenheit für KI-Klone und das digitale Erbe
Auf die Frage von TechCrunch Editor-in-Chief Connie Loizos, ob er den CAA Vault besucht habe – eine Einrichtung, die es Schauspielern ermöglicht, durch Scans KI-Replikate ihres Körpers, Gesichts, ihrer Bewegungen und Stimmen zu erstellen – verneinte Wahlberg dies. Er zeigte sich jedoch offen für die Idee. Er äußerte die Vorstellung, dass seine Kinder oder Enkel in der Zukunft die Kontrolle über seine digitale Abbildung und sein Image übernehmen könnten, um ihn potenziell in weiteren Filmen auftreten zu lassen.
Wahlberg ging sogar so weit zu sagen, dass er nicht dagegen wäre, wenn seine kommende animierte Serie „Ted“ über Jahrzehnte hinweg mit einer KI-Version seiner Abbildung fortgesetzt würde, falls er selbst dazu nicht mehr in der Lage sei oder nicht mehr existiere. Er sieht darin eine Möglichkeit, dass Werke weiterbestehen können, wenn es ein Publikum dafür gibt. Er glaubt, dass die Menschen zukünftig „massive Möglichkeiten“ haben werden, genau das zu sehen, was sie möchten, und dass ein echtes Publikum das Recht haben sollte, diese Inhalte zu erhalten.
Thema: Technologie / KI allgemein. Quelle/Inspiration: TechCrunch.