Hollywoods Zwiespalt: Verbot von Bytedance Seedance gefordert, aber genutzt

2026-07-06 · kamil

Hollywood zeigt sich gespalten bezüglich des KI-Videotools Seedance von Bytedance. Während die Motion Picture Association (MPA) ein Verbot des Tools fordert und eine Unterlassungserklärung verschickte, nutzen Filmstudios Seedance hinter den Kulissen offenbar weiterhin, wie Branchenkreise berichten.

Die Motion Picture Association (MPA) sandte Bytedance eine Unterlassungserklärung, nachdem ein 15-sekündiges, KI-generiertes Video mit Brad Pitt und Tom Cruise in einer Kampfszene viral ging. Die MPA argumentierte, das Tool verstoße gegen die Urheberrechte ihrer Mitgliedsstudios und sprach von einer „systematischen Verletzung“.

Diese Forderung hat Bytedance laut einem Bericht der Los Angeles Times nicht gebremst. Das Unternehmen präsentierte Seedance im Frühjahr in Santa Monica, schrieb 100 Stellen in den USA aus, veranstaltete eine Veranstaltung in Cannes und nahm an Podiumsdiskussionen bei einem Amazon-KI-Event teil. Zudem wurden Vereinbarungen mit mehreren unabhängigen Filmemachern getroffen und Gespräche über die Finanzierung KI-generierter Filme aufgenommen.

Branchenberater Peter Csathy äußerte gegenüber der LA Times, dass KI-affine Kreative Seedance derzeit als das beste Videotool auf dem Markt ansehen. Joel Kuwahara, Produzent der „Simpsons“-Animation, bestätigte, dass viele Studios Seedance zwar nicht offiziell genehmigt haben, dessen Nutzung jedoch stillschweigend tolerieren – nach dem Prinzip „nicht fragen, nichts sagen“. Bytedance lehnte eine Stellungnahme zu seiner US-Expansion ab.


Thema: Technologie / KI allgemein. Quelle/Inspiration: The Decoder.

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