Nextcloud: Selbstgehosteter Speicher als Google Drive-Alternative

2026-07-12 · kamil

Ein Anwender hat seine langjährige Nutzung von Google Drive beendet und ist auf Nextcloud umgestiegen, um seine Daten selbst zu hosten. Dieser Schritt ermöglicht ihm, die volle Kontrolle über seine Dateien zu behalten und die monatlichen Kosten für Cloud-Speicher zu eliminieren, wie aus dem Bericht eines Technikjournalisten hervorgeht.

Nextcloud: Eine quelloffene Alternative

Nextcloud ist eine kostenlose, quelloffene Software, die Anwendern die Möglichkeit bietet, ihre Dateien auf einem eigenen, privaten Server zu speichern. Die Software ist für eine Vielzahl von Plattformen verfügbar, darunter iOS, Android, Windows und Linux. Für das Hosting benötigt man lediglich einen alten Laptop oder eine externe Festplatte, die als Server dient.

Die Einrichtung eines selbstgehosteten Systems kann anfänglich komplex wirken, ist jedoch laut dem Anwender mithilfe von Schritt-für-Schritt-Anleitungen gut umsetzbar. Die Benutzeroberfläche von Nextcloud ist dabei an gängige Cloud-Speicherdienste wie Google Drive oder OneDrive angelehnt, was die Einarbeitung erleichtert.

Vorteile der Datenhoheit und Kostenersparnis

Der Hauptvorteil der Umstellung auf Nextcloud liegt in der vollständigen Kontrolle über die eigenen Daten. Anwender müssen sich nicht mehr um die Datenverfolgung oder das Scannen persönlicher Dateien durch Technologieunternehmen sorgen. Zudem entfallen die Risiken willkürlicher Kontosperrungen oder unerwarteter Preiserhöhungen für Speicherdienste. Die Sicherheit der Dateien wird als höher eingeschätzt, da sie sich in der eigenen Infrastruktur befinden.

Auch die Kosten spielen eine Rolle: Anstatt monatliche Gebühren an einen Cloud-Anbieter zu zahlen, investiert man einmalig in die benötigte Hardware. Eine externe Festplatte mit 2 TB Speicherplatz ist beispielsweise für unter 150 US-Dollar erhältlich und bietet langfristig eine kostengünstigere Lösung.

Erweiterte Funktionen und Backup-Strategie

Nextcloud bietet über die reine Dateispeicherung hinaus ein umfassendes Ökosystem. Dazu gehören ein Aufgabenmanager, ein Passwort-Manager, ein Kalender und eine Office-Suite. Diese Funktionen können potenziell einen Großteil der Dienste ersetzen, die üblicherweise über Google Workspace genutzt werden.

Es wird jedoch ausdrücklich darauf hingewiesen, dass Nextcloud nicht als alleinige Backup-Lösung dienen sollte. Physische Speichermedien können ausfallen. Daher empfiehlt der Anwender die Einhaltung der 3-2-1-Backup-Regel: drei Kopien der Daten an zwei verschiedenen Speichertypen, davon eine Kopie extern gelagert. Für besonders kritische Dateien nutzt der Anwender weiterhin herkömmliche Cloud-Dienste als zusätzliche Absicherung.


Thema: Google. Quelle/Inspiration: ZDNet.

← Zurück zu Aktuelles

Ähnliche Artikel