Popstar Lorde kritisiert KI-Brillen: Verkaufszahlen steigen trotz Bedenken

2026-07-15 · kamil

Die neuseeländische Popmusikerin Lorde hat sich auf dem Mad Cool Festival in Madrid kritisch zu sogenannten KI-Brillen geäußert. Sie bezeichnete die Technologie als „nicht sexy“ und riet dem Publikum, solche Brillen nicht zu erwerben. Lorde äußerte Bedenken hinsichtlich der zunehmenden Schwierigkeit, in der heutigen Welt zwischen Realität und digitaler Manipulation zu unterscheiden, insbesondere wenn Menschen Brillen tragen, die mit Kameras und künstlicher Intelligenz ausgestattet sind.

Ihre Äußerungen fielen im Kontext des Festivals, bei dem Ray-Ban als Sponsor auftrat. Ray-Ban kooperiert mit Meta bei der Herstellung von KI-Brillen. Unmittelbar vor Lorde trat die Sängerin Jennie auf, die als Markenbotschafterin für die Smart-Glasses-Linie von Ray-Ban Meta fungiert. Während Lorde die Technologie ablehnt, wird sie von Persönlichkeiten wie Kylie Jenner beworben.

Datenschutzbedenken und rechtliche Auseinandersetzungen

Die Kritik von Lorde reiht sich in umfassendere Bedenken ein, die von Sicherheitsexperten geäußert werden. Diese bezeichnen die intelligenten Brillen, die mit Kameras und KI-Funktionen ausgestattet sind, als potenzielles „Datenschutz-Albtraum“. Es gibt Berichte, wonach Smart Glasses bereits für Belästigung und Erpressung eingesetzt wurden. Meta, ein führender Hersteller solcher Brillen, betont, den Datenschutz ernst zu nehmen und Schutzmechanismen wie ein sichtbares Aufnahmelicht zu implementieren. Das Unternehmen ist jedoch mit mehreren Untersuchungen und Klagen konfrontiert, die Datenschutzverletzungen zum Vorwurf machen.

Eine dieser Klagen behauptet, dass kenianische Vertragsarbeiter grafische Videos sichten mussten, die mit den Brillen aufgenommen wurden, um Metas KI zu trainieren. Meta hat sich zu dieser spezifischen Anschuldigung bisher nicht öffentlich geäußert.

Starke Verkaufszahlen trotz Kontroversen

Trotz der anhaltenden Diskussionen um Datenschutz und Ethik verzeichnen die KI-Brillen starke Verkaufszahlen. EssilorLuxottica, der Hersteller von Ray-Ban, gab an, im Jahr 2025 über 7 Millionen Meta KI-Brillen verkauft zu haben. Diese Zahl übertrifft die kombinierten Verkäufe von rund 2 Millionen Einheiten in den Jahren 2023 und 2024 um mehr als das Dreifache. Der Erfolg der Ray-Ban Meta Brillen in der Kategorie der Smart Glasses hat Meta dazu veranlasst, das Produktangebot weiter auszubauen.


Thema: Technologie / KI allgemein. Quelle/Inspiration: TechCrunch.

← Zurück zu Aktuelles

Ähnliche Artikel