Manager optimistisch bei KI-Einführung, fordern mehr Unterstützung

2026-07-16 · kamil

Mittlere Führungskräfte in Unternehmen blicken der Rolle Künstlicher Intelligenz (KI) in der Arbeitswelt überwiegend optimistisch entgegen. Eine von Salesforce durchgeführte Umfrage unter mehr als 500 mittleren Managern ergab, dass zwei Drittel von ihnen positiv gestimmt sind. Sie fühlen sich zudem persönlich verantwortlich für die erfolgreiche Einführung von KI-Tools in ihren Teams. Die Studie zeigt auch konkrete Vorteile: 77 Prozent der Manager geben an, durch den Einsatz von KI-Anwendungen mehr als drei Stunden pro Woche einzusparen.

Die Rolle der Manager bei der KI-Transformation

Die Transformation hin zu autonomen, also selbstständig agierenden Unternehmen, wird laut der Studie primär als eine relationale und weniger als eine rein technologische Veränderung verstanden. Manager spielen dabei eine zentrale Rolle. 78 Prozent der befragten Führungskräfte fühlen sich persönlich verpflichtet, die erfolgreiche Adaption von KI-Tools durch ihre Teams sicherzustellen. Dennoch ist der Weg nicht ohne Herausforderungen: 51 Prozent der Manager empfinden angesichts der vielfältigen KI-Anwendungsfälle und des schnellen Wandels eine gewisse Unsicherheit.

Fast jeder zweite Manager steht unter dem Druck der Unternehmensleitung, die Einführung von KI zu demonstrieren. Auffällig ist jedoch, dass nur 32 Prozent der Unternehmen die KI-Adaption formell erfassen. Wachsende Anwendungsbereiche für KI-Tools umfassen die Datenanalyse zur Unterstützung fundierterer Entscheidungen sowie kreative und Forschungsprojekte, was die Reifung der KI über reine Effizienzwerkzeuge hinaus unterstreicht.

Skepsis und der Bedarf an Unterstützung

Die Studie beleuchtet auch regionale Unterschiede in der Wahrnehmung von KI. Während in Schwellenländern die große Mehrheit (90 Prozent) Vorteile von KI erwartet und generative sowie autonome KI-Systeme als Chance für den beruflichen Aufstieg sieht, sind über die Hälfte der Büroangestellten in den USA skeptisch. Amerikanische Arbeitnehmer zeigen der globalen Erhebung unter mehr als 1.500 Büroangestellten auf vier Kontinenten zufolge eine um 43 Prozent höhere Wahrscheinlichkeit, KI gegenüber skeptisch zu sein als der globale Durchschnitt.

Manager sind entscheidend, um diese Skepsis zu überwinden. Gründe für das Scheitern von KI-Tools oder Pilotprojekten bei amerikanischen Arbeitnehmern sind unter anderem generische Ergebnisse, unzureichende Schulungen und geringes Vertrauen in die Resultate. Führungskräfte betonen daher zunehmend die Bedeutung von Mitarbeiterschulungen, besserem technischen Support und Sorgfalt bei Design, Bereitstellung und Skalierung von KI im Unternehmen.

Was Manager für den Erfolg benötigen

Für eine erfolgreiche Einführung von KI-Lösungen sind spezifische Unterstützung und Investitionen notwendig. Die Umfrage zeigt, dass 37 Prozent der Manager praktische KI-Schulungen wünschen. Weitere 35 Prozent fordern eine klarere organisationsweite KI-Strategie, und 34 Prozent benötigen besseren IT-Support. Erfolgreiche KI-Programme basieren zudem auf vertrauenswürdigen Daten, der Unterstützung durch die Unternehmensführung, einer modernen Technologieinfrastruktur und integrierten Geschäftsanwendungen.

Eine Kultur, die Experimentierfreude und kontinuierliches Lernen fördert, ist ebenfalls essenziell und muss von zukunftsorientierten Managern vorangetrieben werden. Manager fühlen sich nicht nur für die KI-Transformation verantwortlich, sondern erwarten auch grundlegende Veränderungen ihrer eigenen Rolle innerhalb der nächsten zwei bis drei Jahre. Letztlich ist eine erfolgreiche Unternehmenstransformation durch KI mehr eine Frage der Menschen als der Technologie.


Thema: Technologie / KI allgemein. Quelle/Inspiration: ZDNet.

← Zurück zu Aktuelles

Ähnliche Artikel