Mozilla hat mit der Veröffentlichung von Firefox Version 153 eine wesentliche Verbesserung der Browsersicherheit eingeführt. Die wichtigste Neuerung ist die standardmäßige Aktivierung der sogenannten „Container“-Funktion, die zuvor manuell eingeschaltet werden musste. Darüber hinaus bietet Firefox 153 neue Kontrollmöglichkeiten für den Zugriff von Webseiten auf lokale Netzwerke und Geräte.
Standardmäßig aktivierte Container
Die „Container“-Funktion dient der Erhöhung der Browsersicherheit und des Datenschutzes. Sie isoliert einzelne Browser-Tabs voneinander, wodurch verhindert wird, dass Informationen von einem Tab zu einem anderen gelangen. Dies schützt sensible Daten davor, auf bösartigen Webseiten ausgelesen zu werden, und unterbindet zudem die Möglichkeit für Websites, Nutzerprofile durch das Sammeln von Daten aus verschiedenen Tabs zu erstellen.
Ein weiterer Vorteil der Tab-Isolation ist die Möglichkeit, sich im selben Browserfenster mit unterschiedlichen Konten bei ein und demselben Dienst anzumelden, da Cookies ebenfalls isoliert werden. In Firefox 153 sind standardmäßig vier Container vorkonfiguriert: Persönlich, Arbeit, Banking und Shopping. Nutzer können bei Bedarf weitere eigene Container hinzufügen.
Um einen neuen Tab in einem bestimmten Container zu öffnen, genügt ein Rechtsklick auf die Schaltfläche für einen neuen Tab und die Auswahl des gewünschten Containers. Eine weitere Option ist die Aktivierung einer Einstellung, bei der für jeden neuen Tab die Containerauswahl automatisch erscheint. Diese Einstellung findet sich unter Einstellungen > Tabs und Browsing > Einstellungen verwalten, wo das Kontrollkästchen „Einen Container für jeden neuen Tab auswählen“ aktiviert werden muss. Ein Tab außerhalb eines Containers kann weiterhin mit der Tastenkombination Strg+T geöffnet werden.
Neue Kontrolle über den Netzwerkzugriff
Eine weitere Ergänzung in Firefox 153 sind die Beschränkungen für den Zugriff auf lokale Netzwerke. Diese neue Funktion steuert, ob Webseiten auf Anwendungen und Dienste zugreifen dürfen, die sich im lokalen Netzwerk des Nutzers oder auf lokalen Geräten befinden. Hintergrund ist, dass bösartige Seiten diese Fähigkeiten in der Vergangenheit genutzt haben, um Nutzer zu verfolgen oder anfällige Geräte zu identifizieren.
Firefox fordert nun die Erlaubnis des Nutzers an, wenn eine Webseite versucht, eine Verbindung zu einem lokalen Gerät oder Dienst herzustellen. Dies betrifft beispielsweise den Zugriff auf Router, Drucker, lokale Webserver sowie Hardware wie Mikrofone oder Kameras. Nutzer können den Zugriff entweder zulassen oder blockieren. Die manuelle Verwaltung dieser Berechtigungen ist über Einstellungen > Berechtigungen und Daten möglich. Es ist zu beachten, dass sich diese Funktion noch im experimentellen Status befindet und schrittweise ausgerollt wird.
Thema: Firefox. Quelle/Inspiration: ZDNet.