OpenAI macht ChatGPT Health für alle US-Nutzer zugänglich

2026-07-23 · kamil

OpenAI stellt ChatGPT Health, eine Funktion zur Bearbeitung gesundheitsbezogener Anfragen, allen US-amerikanischen Nutzern ab 18 Jahren über alle Abonnementpläne hinweg zur Verfügung. Die Einführung erfolgt diese Woche für die Web- und iOS-Plattformen des Dienstes.

Diese Ankündigung erfolgt einen Tag, nachdem ein Geistlicher aus Florida das Unternehmen verklagt hatte, da eine KI-Empfehlung beinahe zu einer fatalen Entscheidung gegen einen Arztbesuch geführt hätte.

Integration persönlicher Gesundheitsdaten

Die Funktion ermöglicht es Nutzern, persönliche Gesundheitsdaten aus Diensten wie Apple Health, Function und MyFitnessPal zu integrieren. Darüber hinaus können medizinische Aufzeichnungen von Krankenhaussystemen wie Epic und Oracle Health sowie Gesundheitsplattformen wie One Medical und Function Health eingebunden werden.

OpenAI begann mit dem Testen von ChatGPT Health bereits im Januar dieses Jahres über einen dedizierten Hub. Damals verzeichnete das Unternehmen wöchentlich 230 Millionen gesundheitsbezogene Anfragen. Diese Zahl ist inzwischen auf 300 Millionen gestiegen.

Erweiterte Nutzung und Modellverbesserungen

Ursprünglich mussten Nutzer den Gesundheits-Hub für entsprechende Anfragen verwenden. Mit der aktuellen Einführung können sie nun die verbundenen Gesundheitsinformationen in allen Arten von Anfragen nutzen. OpenAI stellte während der Testphase fest, dass 70 % der gesundheitsbezogenen Anfragen außerhalb des dedizierten Hubs stattfanden. Diese Neuerung erlaubt es Anwendern, ihre Gesundheitsdaten beispielsweise für Informationen zu Nahrungsmitteln oder Allergien im allgemeinen Chat zu verwenden.

Das Unternehmen berichtet von Fortschritten bei der Beantwortung gesundheitsbezogener Anfragen durch seine Modelle. Das kleinste Modell der neuesten Version, GPT 5.6-Luna, übertrifft demnach GPT 5.5 in der HealthBench-Evaluierung. HealthBench ist ein Open-Source-Benchmark, der von OpenAI entwickelt wurde, um die Leistung großer Sprachmodelle (LLMs) bei Gesundheitsanfragen zu bewerten. OpenAI betont, dass keine Nutzerdaten zum Training der Modelle verwendet werden und das Unternehmen mit Ärzten zusammenarbeitet, um die Modelle bei Gesundheitsanfragen zu verbessern.

Warnhinweise und rechtlicher Kontext

Trotz der Leistungssteigerungen weist OpenAI in seinen Nutzungsbedingungen weiterhin darauf hin, dass seine Dienste „nicht für die Diagnose oder Behandlung von Gesundheitszuständen bestimmt sind“. Diese Klauseln wurden auch in Reaktion auf die erwähnte Klage zitiert. Gegenüber der New York Times erklärte das Unternehmen zudem, an der Verbesserung der Sicherheit von gesundheits- oder medizinbezogenen Antworten zu arbeiten. Mit der aktuellen Einführung rät OpenAI den Nutzern, Informationen zu überprüfen und medizinische Entscheidungen auf der Grundlage professioneller Beratung zu treffen.

Mehrere Studien haben die Zuverlässigkeit von KI-Bots für medizinische Ratschläge infrage gestellt. Dennoch haben Unternehmen wie Anthropic und Google ebenfalls gesundheitsbezogene KI-Funktionen eingeführt.


Thema: OpenAI. Quelle/Inspiration: TechCrunch.

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