Die Dating-App Ditto hat sich mit 150.000 Anmeldungen etabliert, indem sie Künstliche Intelligenz (KI) für das Matchmaking nutzt und wöchentliche Dates für die Generation Z organisiert, anstatt auf das übliche Wischen zu setzen. Rund 20 Prozent der von Ditto vermittelten Matches führen zu einem realen Treffen.
Unzufriedenheit mit traditionellen Dating-Apps
Die Mitgründer Allen Wang und Eric Liu, beide aus der Generation Z und ehemalige Studenten der UC Berkeley, entwickelten Ditto aus der Beobachtung heraus, dass ihre Altersgenossen zunehmend von wischbasierten Dating-Apps wie Tinder und Hinge desillusioniert sind. Sie suchten nach einer Möglichkeit, authentischere Verbindungen zu schaffen, ohne stundenlanges Wischen und endlosen Small Talk.
KI-gestütztes Onboarding und Matching
College-Studenten können sich bei Ditto über eine iMessage-Nummer und einen Code anmelden. Ein KI-Chatbot führt die Nutzer durch den Onboarding-Prozess, bei dem grundlegende biografische Daten wie Name, Geschlecht und Geburtsdatum abgefragt werden. Anschließend werden spezifischere Fragen zu Persönlichkeit, Interessen und Dating-Präferenzen gestellt. Einige Nutzer laden sogar Fotos von Prominenten-Crushes hoch, um der KI ihren Typ zu vermitteln.
Der Algorithmus von Ditto konzentriert sich nicht auf oberflächlich ähnliche Hobbys, sondern darauf, was diese Hobbys über die Persönlichkeit aussagen. Beispielsweise könnten ein Felsenkletterer und eine Skateboarderin als abenteuerlustig und individualistisch eingestuft werden, was laut den Gründern die eigentliche Basis für Chemie sei. Die Matches werden den Nutzern in einer collageartigen Grafik vorgestellt, die die Kompatibilität erklärt.
Wöchentliche Dates und Feedback
Jeden Mittwoch um 19 Uhr erhalten die Nutzer eine Nachricht mit ihrem Match der Woche, inklusive Person, Zeit und Ort. Das Ziel ist es, die Hürde für ein erstes Treffen zu minimieren. Nach dem Date wird Feedback gesammelt, um das Nutzerverständnis der KI zu verbessern und zukünftige Matches zu optimieren.
Sicherheit, Wachstum und Finanzierung
Aktuell ist Ditto an einigen Dutzend Colleges verfügbar, wo eine integrierte Überprüfung durch die .edu-E-Mail-Adressen der Studenten für Sicherheit sorgt. Das Unternehmen hat 9,2 Millionen US-Dollar an Seed-Finanzierung von Investoren wie Gradient, Peak XV und Scribble erhalten, um das Wachstum auf weitere Schulen und darüber hinaus sicher zu skalieren.
Unkonventionelles Marketing
Ditto, mit zwölf Vollzeitmitarbeitern in San Francisco, setzt auf unkonventionelles Marketing wie Robotik-Stunts und eine Stellenausschreibung für einen „Chief Yacht Officer“. Ziel ist es, die Aufmerksamkeit der Studierenden zu gewinnen, da diese „Corporate Marketing“ schnell erkennen würden. Ein gutes erstes Date ist jedoch entscheidend dafür, dass die Nutzer der App treu bleiben.
Thema: Technologie / KI allgemein. Quelle/Inspiration: TechCrunch.