Google hat heute die Fitbit Edge offiziell vorgestellt. Der Fitness-Tracker positioniert sich im aktuellen Wearable-Sortiment des Unternehmens zwischen dem kürzlich eingeführten Fitbit Air und der leistungsstärkeren Google Pixel Watch 5. Er ist als Alternative für Nutzer gedacht, die auf Benachrichtigungen nicht verzichten, aber keine vollwertige Smartwatch tragen möchten.
Der Fitbit Edge ist zu einem Preis von 179,99 US-Dollar erhältlich, was 20 US-Dollar über dem Preis des Vorgängers Fitbit Charge 6 liegt. Im Kaufpreis sind drei Monate Google Health Premium enthalten.
Hardware und Designmerkmale
Der Edge verfügt über ein 46 Prozent größeres OLED-Display im Vergleich zum Charge 6 und ist mit einer Dicke von 11,5 mm etwas dicker. Ein physischer Seitenknopf ergänzt die Bedienung. Eine Besonderheit ist der austauschbare Akku, der eine Laufzeit von etwa einer Woche ermöglicht. Bei aktivierter Always-on-Display-Funktion reduziert sich die Akkulaufzeit auf zwei Tage. Eine fünfminütige Ladung über das proprietäre Ladegerät des Air liefert Energie für etwa einen Tag, eine vollständige Ladung dauert 90 Minuten.
In puncto Robustheit ist der Edge nach IP68 staub- und wasserdicht und kann bis zu einem Wasserdruck von 5 ATM zum Schwimmen verwendet werden.
Gesundheitsfunktionen und Sensoren
Der Tracker ist mit einer Reihe von Gesundheitssensoren ausgestattet:
- Ein EKG-Sensor zur Erkennung von Vorhofflimmern.
- Ein Hauttemperatursensor.
- SpO2-Sensoren zur Messung der Sauerstoffsättigung im Blut.
- Optische Herzfrequenzsensoren.
- Typische Bewegungssensoren für Aktivitätstracking.
Software und Tracking-Verbesserungen
Der Fitbit Edge läuft auf einem überarbeiteten Fitbit OS, nicht auf Wear OS, übernimmt jedoch Teile der Designsprache und Benutzeroberfläche der Pixel Watch. Er erhält dieselben Google Health Software-Updates für Funktionen wie Blutdrucktrends und Insulinresistenzwerte.
Besondere Verbesserungen gibt es im Bereich des Aktivitätstrackings:
- Automatische Trainingserkennung: Ein überarbeitetes Bewegungsmodell, das auch für den Fitbit Air eingeführt wird, soll die automatische Aktivitätserkennung doppelt so genau machen und über 100 Aktivitäten unterstützen. Das System nutzt Standortdaten und Routinen, um Aktivitäten zu inferieren – beispielsweise wird eine Aktivität auf einem Tennisplatz als Tennis angenommen.
- GPS-Genauigkeit: Die GPS-Ortung ist angeblich 40 Prozent genauer. Diese Verbesserung resultiert hauptsächlich aus geräteinternen Optimierungen und nicht aus der Software-basierten Nachbearbeitung der Pixel Watch 5. Der Edge unterstützt zudem Turn-by-Turn-Navigation.
Weitere Funktionen umfassen eine Uhr, Timer, Alarme, Mediensteuerungen, Push-Benachrichtigungen und die Möglichkeit zur Herzfrequenzübertragung an kompatible Fitnessgeräte.
Einschränkungen und Varianten
Im Gegensatz zum Charge 6 fehlen dem Edge ein Mikrofon und ein Lautsprecher, sodass keine Anrufe direkt am Handgelenk getätigt werden können. Auch ein NFC-Chip für kontaktloses Bezahlen ist nicht vorhanden, was angesichts der Rolle als Ersatz für den Charge 6 und des höheren Preises ein Rückschritt darstellt.
Der Edge wird mit verschiedenen Armbandtypen auf den Markt kommen, darunter Metallglieder für eine edlere Optik. Eine Stephen Curry Edition des Edge wird zu einem Preis von 219,99 US-Dollar angeboten. Das Fitbit Air erhält ebenfalls ein neues Metallgeflechtarmband, das 69,99 US-Dollar kostet und ab dem 27. Oktober verfügbar sein wird.
Thema: Google. Quelle/Inspiration: The Verge.