Google hat am Donnerstag bekannt gegeben, dass Nutzer nun direkt im KI-Modus, der konversationsbasierten Sucherfahrung des Tech-Konzerns, mit ausgewählten Drittanbieter-Apps interagieren und Aufgaben erledigen können. Zum Start werden Instacart, Canva und YouTube unterstützt.
Erweiterung der Funktionalität
Mit dieser Neuerung erweitert Google den Funktionsumfang des KI-Modus über das reine Beantworten von Fragen hinaus. Ziel ist es, den Nutzern die Erledigung von Aufgaben direkt in den von ihnen regelmäßig verwendeten Anwendungen zu ermöglichen. Google erhofft sich dadurch eine häufigere Nutzung des KI-Modus, beispielsweise für Planungs- oder Einkaufsaktivitäten.
Konkrete Anwendungsbeispiele
- Plant ein Nutzer etwa ein Grillfest und erstellt im KI-Modus eine Einkaufsliste, kann er sein Instacart-Konto verbinden, um die Zutaten direkt in den Warenkorb zu legen und den Einkauf über die Instacart-App oder -Webseite abzuschließen.
- Benötigt jemand Designideen für ein Projekt, beispielsweise einen Flyer, kann er Canva beauftragen, eine Auswahl an Vorlagen anzuzeigen.
- Eine andere Möglichkeit besteht darin, eine Playlist für eine bevorstehende Party über den KI-Modus zusammenzustellen und diese sofort in YouTube Music zu speichern.
Die Aktualisierung wird zunächst für Nutzer in den USA ausgerollt. Google arbeitet nach eigenen Angaben mit verschiedenen Partnern zusammen und plant, bald die Unterstützung für weitere Apps einzuführen.
Hintergrund und Wettbewerb
Diese Ankündigung baut auf einer bereits Anfang des Jahres auf der Google I/O vorgestellten Funktion auf, die es Nutzern ermöglicht, Drittanbieter-Apps mit der Gemini-App zu verbinden, um Aufgaben schneller zu erledigen. Damals wurden unter anderem Canva, OpenTable, Spark und Instacart unterstützt.
Mit der Integration von App-Funktionen reagiert Google auch auf den Wettbewerb mit rivalisierenden KI-Modellen wie OpenAI’s ChatGPT und Anthropic’s Claude, die beide ebenfalls App-Integrationen unterstützen. Seit der Einführung Anfang 2025 hat Google den KI-Modus kontinuierlich um weitere Fähigkeiten erweitert. Zuletzt wurde die Möglichkeit hinzugefügt, die Verfügbarkeit von Artikeln in nahegelegenen Geschäften zu prüfen. Auch die parallele Web-Exploration, bei der Nutzer Details vergleichen und Folgefragen stellen können, während der Kontext ihrer Suche erhalten bleibt, wurde kürzlich eingeführt. Anfang dieses Jahres startete Google zudem die „Personal Intelligence“ im KI-Modus, die durch den Zugriff auf Gmail und Google Fotos individuellere Antworten ermöglichen soll.
Thema: Google. Quelle/Inspiration: TechCrunch.