Honeyjar bietet KI-Tools für bessere PR und Kommunikation

2026-10-13 · kamil

Das Startup Honeyjar, gegründet von Michelle Masek und Nadia Jamshidi, präsentiert eine KI-gestützte Plattform, die darauf abzielt, Prozesse im Bereich Public Relations (PR) und Kommunikation zu optimieren. Das Unternehmen wird diese Woche im Rahmen des Startup Battlefield 200 auf der TechCrunch Disrupt vorgestellt. Ein Indikator für das Interesse am Angebot ist die Zahl von 10.000 Anmeldungen für die Warteliste innerhalb der ersten 24 Stunden nach deren Öffnung.

KI-gestützte Lösungen für Kommunikationsherausforderungen

Die Gründerinnen Michelle Masek, CEO, und Nadia Jamshidi, CCO, verfügen über jahrzehntelange Erfahrung in der Kommunikationsbranche, sowohl in internen Funktionen als auch in Agenturen. Masek war zuletzt Senior Vice President of Marketing and Communications bei Obvious Ventures. Aus ihrer Erfahrung heraus entstand die Idee, hochrangiges PR-Fachwissen durch Künstliche Intelligenz (KI) skalierbar zu machen und es auch Gründern zugänglich zu machen, die wenig Erfahrung mit PR haben.

Honeyjar automatisiert verschiedene Aufgaben, darunter das Verfassen von Ankündigungen, die Recherche nach relevanten Journalisten für Pitches und das Identifizieren vielversprechender Sprechermöglichkeiten. Das Konzept reicht jedoch über einzelne KI-Tools und die reine Medienberichterstattung hinaus. Laut Jamshidi ist es die Vision von Honeyjar, den gesamten Kommunikations-Workflow zu integrieren – von der Signalerkennung über Kontextualisierung und Strategieentwicklung bis hin zu Urteilsfindung, Timing und Ausführung.

Umfassende Funktionen und Zielgruppen

Zu den Kernfunktionen der Plattform gehören das Finden von Reportern, das Erstellen von Medienlisten, das Scannen von Nachrichten und sozialen Medien, das Verfolgen von Berichterstattung und das Aufzeigen von neuen Chancen. Die Zielgruppe ist breit gefächert und umfasst nicht nur Gründer, sondern auch andere Personen, die Kommunikationsaufgaben übernehmen, ohne den offiziellen Titel eines Kommunikationsprofis zu tragen. Dazu zählen Marketingexperten, Investoren, Autoren, Kreative, Schulleiter und Sportteamleiter. Masek betont, dass Millionen solcher „nicht zugewiesenen Kommunikatoren“ existieren, deren Bedarf an strategischer Kommunikation oft ungelöst bleibt.

Honeyjar soll bestehende PR-Agenturen und interne Kommunikationsteams effektiver machen und es einzelnen PR-Praktikern ermöglichen, zusätzliche Kunden ohne signifikante Skalierungskosten zu betreuen. Zu den Beta-Testern der Plattform gehören Unternehmen wie Nextdoor, das Tech-Startup Coco Robotics, der Investor Bloomberg Beta sowie die Agenturen Mission North und Full Picture.

Menschliche Kontrolle und Qualitätsanspruch

Angesichts der zunehmenden Nutzung von KI in der PR-Branche äußerten Journalisten Bedenken hinsichtlich einer möglichen Überflutung mit KI-generierten Pitches. Masek stellte jedoch klar, dass Honeyjar zwar Entwürfe für Pitch-E-Mails oder Social-Media-Posts in der gewünschten Tonalität erstellen kann, das Absenden oder Veröffentlichen jedoch immer in der Verantwortung des Nutzers liegt. „Wir wollen keine Welt, in der der Mensch aus der Schleife entfernt wird“, so Masek.

Ein zentraler Aspekt von Honeyjar ist die „Urteilsfähigkeit“, die in das Produkt integriert wurde. Dies umfasst das Wissen, was zu tun ist, was nicht, wann man handeln und wie man sich an eine Situation anpassen sollte. Über eine Initiative namens „Comms Lab“ wird die Plattform zudem mit dem Urteilsvermögen weiterer PR-Profis trainiert. In einigen Fällen könnte Honeyjar Gründern sogar signalisieren, dass sie noch nicht bereit für Medienberichterstattung sind. Das Ziel ist es, Journalisten relevantere und glaubwürdigere Pitches von Quellen zu liefern, an denen sie tatsächlich interessiert sind.


Thema: Technologie / KI allgemein. Quelle/Inspiration: TechCrunch.

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