Das KI-Agenten-Unternehmen Instinct ermöglicht ab sofort Gruppenchats, in denen Nutzer ihren KI-Agenten gemeinsam mit Freunden für diverse Aufgaben einsetzen können. Zu den Anwendungsbereichen gehören die Planung von Reisen, die Organisation von Fahrgemeinschaften oder die Koordination von Veranstaltungen. Eine Besonderheit dieser Funktion ist, dass sie auch dann genutzt werden kann, wenn die Freunde der Nutzer kein eigenes Instinct-Konto besitzen.
Funktionsweise und Anwendungsbereiche
Instinct, dessen Wert nach der jüngsten Finanzierungsrunde auf 10 Milliarden US-Dollar geschätzt wird, erweitert damit die Einsatzmöglichkeiten seines KI-Agenten. Nutzer können den Agenten zu bestehenden Chats hinzufügen, um beispielsweise:
- Reisen zu planen
- Event-Tickets zu beschaffen
- Fantasy-Sportligen zu verwalten
- Fahrgemeinschaften zu organisieren
- Beiträge für gemeinsame Anlässe zu koordinieren
Noah Shinn, der Gründer von Instinct, erklärte auf X (ehemals Twitter), dass die Planung mit Freunden oft in einem „frustrierenden Hin und Her“ über Zeiten und Orte ende. Der KI-Agent in der Gruppe erlaube es, Optionen gemeinsam zu erkunden, einen Plan zu vereinbaren und diesen in einem einzigen Thread umzusetzen.
Die neue Funktion wird zunächst für Instincts Early-Access-Nutzer ausgerollt und soll „bald“ allen Nutzern zur Verfügung stehen. Anwender können ihren Instinct-Agenten bitten, sie auf die Warteliste für den Zugang zu setzen.
Datenschutz und Sicherheit in Gruppenchats
Instinct hat Maßnahmen ergriffen, um die Privatsphäre und Sicherheit der Nutzer in Gruppenchats zu gewährleisten:
- Der persönliche Instinct-Agent fragt stets um Erlaubnis, bevor er sich mit dem Gruppen-Instinct-Agenten verbindet.
- Nutzer können selbst entscheiden, welchen Gruppen sie vertrauen, und dieses Vertrauen jederzeit widerrufen.
- Der Gruppen-Instinct ist von den persönlichen Konten der Nutzer isoliert und hat keinen Zugriff darauf.
- Der persönliche Agent benötigt immer die Zustimmung des Nutzers, bevor er Informationen teilt oder eine Aktion ausführt.
- Falls neue Mitglieder dem Gruppenchat beitreten, werden ausstehende Antworten des persönlichen Instinct-Agenten zurückgehalten, bevor diese mit der gesamten Gruppe geteilt werden.
Wettbewerbsumfeld der KI-Agenten
Mit der Einführung der Gruppenchat-Funktion positioniert sich Instinct im Wettbewerb mit anderen Anbietern von KI-Agenten. Metas Muse bietet diese spezifische Gruppenchat-Funktionalität derzeit nicht an, obwohl Metas ältere App, Meta AI, in Gruppenchats auf WhatsApp, Messenger, Instagram und Facebook integriert werden kann.
Instinct und Muse haben in den letzten Wochen beide die Fähigkeit zur Durchführung von Telefonanrufen für ihre Agenten hinzugefügt, um im Markt für Verbraucher-KI Anteile zu gewinnen. Auch OpenAI hat kürzlich mit ChatGPT Dots persönliche KI-Agenten und mit ChatGPT Spaces kollaborative Arbeitsbereiche eingeführt, in denen diese Agenten mit Menschen zusammenarbeiten können.
Thema: Technologie / KI allgemein. Quelle/Inspiration: TechCrunch.