KI-Programme vervielfachen Meldungen von Sicherheitslücken im Juni 2026

2026-07-03 · kamil

Die Meldungen von Sicherheitslücken in Software und Hardware haben im Juni 2026 ein beispielloses Niveau erreicht. Laut einem Bericht von Epoch AI haben 21 Organisationen in diesem Monat rund 1.500 hochkritische und kritische CVEs gemeldet. Eine CVE (Common Vulnerabilities and Exposures) ist eine standardisierte Kennung für öffentlich bekannte Cybersicherheitslücken. Diese beeindruckende Zahl übertrifft den bisherigen monatlichen Rekord um mehr als das 3,5-fache und deutet auf eine neue Ära der Schwachstellenentdeckung hin.

Künstliche Intelligenz als Treiber der Entdeckung

Dieser signifikante Anstieg korreliert direkt mit der Einführung von Programmen, die Künstliche Intelligenz (KI) gezielt zur automatisierten Suche nach Softwarefehlern einsetzen. Bereits im April hatte Anthropic bekannt gegeben, dass sein Modell Claude Mythos Preview in der Lage ist, Software-Schwachstellen selbstständig zu identifizieren. Das Unternehmen betonte, dass vertrauenswürdige Partner das Modell bereits vor seiner offiziellen Veröffentlichung genutzt hätten, um bestehende Fehler aufzudecken und zu beheben.

Ein prominentes Beispiel für den Erfolg dieser neuen Methode ist Anthropic’s Programm „Glasswing“. Dieses hat Berichten zufolge bislang über 10.000 hochkritische oder kritische Sicherheitslücken aufgedeckt. Es ist bemerkenswert, dass einige dieser Schwachstellen zum Zeitpunkt des Berichts noch nicht öffentlich gemacht wurden. Auch OpenAIs Programm „Daybreak“ wird als wahrscheinlicher Faktor für den aktuellen Anstieg der Meldungen genannt, da es ebenfalls KI zur Schwachstellensuche einsetzt. Epoch AI interpretiert den sprunghaften Anstieg der veröffentlichten Sicherheitslücken als klares Indiz für eine Welle von Entdeckungen, die maßgeblich durch den Einsatz von KI-Technologien vorangetrieben werden.


Thema: Technologie / KI allgemein. Quelle/Inspiration: The Decoder.

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