Die neue KI-Anwendung „Hint“ zur Hausverwaltung, mitbegründet von Martha Stewart, ist heute gestartet. Die App zielt darauf ab, als „KI für Ihr Zuhause“ zu fungieren, indem sie Immobilieninformationen, Wartungspläne und Dokumente mit einem KI-Assistenten in einer einzigen Anwendung bündelt.
Martha Stewart, bekannt aus dem Bereich Haus und Gastfreundschaft, ist als Mitbegründerin maßgeblich an der Entwicklung von Hint beteiligt. Kyle Rush, Mitbegründer und CTO, betont, dass Stewart eine ernsthafte Eigenkapitalbeteiligung hält und aktiv an der Gestaltung der App, dem Design, dem Branding und der Sprache mitwirkt. Sie ist keine reine Galionsfigur, sondern bringt ihre jahrzehntelange Erfahrung im Hausmanagement ein.
Nutzer können mit der Hint-App Herausforderungen rund um Wartungsaufgaben, Energiemanagement und Versicherungsansprüche bewältigen. Die Anwendung bietet auch Informationen zur Boden- und Luftqualität. Sie dient zudem als Speicherort für Verträge, Dateien und Rechnungen rund um das Haus, die über den integrierten KI-Assistenten abgefragt werden können.
Funktionsweise und Datenintegration
Um zu starten, geben Nutzer ihre Adresse ein. Die App erstellt dann ein Profil des Hauses basierend auf öffentlichen Daten wie Grundbucheinträgen, Wetter- und Bodeninformationen sowie Versorgungsdaten. Anschließend können Anwender eigene Dokumente wie Inspektionsberichte, Garantien und Hypothekendokumente hochladen. Diese Daten ermöglichen es, Erkenntnisse über den Boden unter dem Fundament, die Luftqualität oder die Auswirkungen von Klima und Dürre auf Überschwemmungsrisiken oder Energieverbrauch zu gewinnen.
Ein weiterer Aspekt ist die Verwaltung von Haushaltsgeräten. Nutzer laden Fotos ihrer Hauptgeräte hoch, und die App bietet Anleitungen für Wartungsaufgaben. Dies kann Details wie das Staubsaugen der Kühlschlangen oder das Spülen eines Warmwasserbereiters umfassen. Hint erstellt einen personalisierten Wartungsplan und sendet proaktive Benachrichtigungen. Die App bewertet auch den allgemeinen Zustand des Hauses mit einem „Home Score“.
Der KI-Assistent und Geschäftsmodell
Der integrierte KI-Chatbot ermöglicht es, Fragen zum Haus oder zu hochgeladenen Dokumenten zu stellen – von der letzten Klimaanlagenwartung bis zu Stromkosten pro Kilowattstunde oder Fragen zur Hausratversicherung. Hint nutzt kommerzielle Bibliotheken, hauptsächlich von OpenAI, sowie Gemini für Bildverarbeitung.
Die App ist aktuell kostenlos für iOS verfügbar, ohne Abonnements oder Werbung. Hint wird durch Affiliate-Einnahmen von einem Partnernetzwerk von Dienstleistern finanziert, wobei Kyle Rush betont, dass Empfehlungen nicht beeinflusst werden. Zukünftig ist geplant, ein Premium-Abonnement mit erweiterten Funktionen, wie der Verwaltung mehrerer Immobilien, anzubieten.
Hint, dessen Name das „H“ von „home“ und „intelligence“ kombiniert, erhielt eine Finanzierung von 10 Millionen US-Dollar von Investoren wie Montauk Capital und Slow Ventures. Die Mitbegründer Kyle Rush und Yih-Han Ma bringen Erfahrung aus Tech-Unternehmen und politischen Kampagnen mit.
Thema: Technologie / KI allgemein. Quelle/Inspiration: TechCrunch.