Meta rüstet seinen KI-Chatbot mit erweiterten Produktivitätsfunktionen aus. Diese Neuerung zielt darauf ab, die Wettbewerbsfähigkeit des Bots gegenüber Konkurrenten wie Gemini, ChatGPT und Claude zu stärken. Die Aktualisierung, die heute in ausgewählten Märkten über die Meta AI App und das Web ausgerollt wird, ermöglicht es dem Chatbot unter anderem, auf Kalenderdaten zuzugreifen und tiefgehende Recherchen durchzuführen.
Erweiterte Funktionen für den Alltag
Die jüngste Überarbeitung stattet Meta AI mit einer Reihe von Werkzeugen aus, die über die bisherigen Fähigkeiten des Bots – wie das Beantworten von Fragen, Generieren von Bildern und das Entwerfen von Dokumenten – hinausgehen. Eine zentrale Neuerung ist die Kalenderintegration. Meta AI kann nun:
- Tageszusammenfassungen auf Basis des eigenen Kalenders erstellen.
- Bei der Eventplanung unterstützen, indem es passende Tage im Kalender vorschlägt und beispielsweise Restaurants für geplante Veranstaltungen sucht.
Darüber hinaus erweitert sich der Funktionsumfang des Chatbots auf weitere praktische Anwendungen. Nutzer können Meta AI beauftragen, den Facebook Marketplace nach gebrauchten Möbeln zu durchsuchen, die einem bestimmten Budget für eine Küchenrenovierung entsprechen. Die Möglichkeit, Aufgaben einmalig einzurichten und Meta AI diese dann eigenständig erledigen zu lassen, soll den Alltag erleichtern. Dazu gehören beispielsweise wiederkehrende Kalenderbriefings, die Erstellung wöchentlicher Essenspläne oder die Überwachung von Produktverfügbarkeiten.
Ein weiteres Feature ist die verbesserte Fähigkeit zur Zusammenfassung von Informationen aus dem Web. Der Chatbot kann nun Berichte, Präsentationen oder Pläne auf Basis von Webinhalten erstellen. Ähnlich wie bei ChatGPT können Nutzer die Richtung von Meta AIs Antwort auch während der Generierung anpassen.
Strategische Neuausrichtung und Verfügbarkeit
Die technische Grundlage für diese Erweiterungen bildet das neu eingeführte Modell Muse Spark 1.1. Meta bezeichnet diese Entwicklung als einen „nächsten Schritt hin zur persönlichen Superintelligenz“, eine Vision, die CEO Mark Zuckerberg als Zukunft der KI propagiert. Diese strategische Ausrichtung stellt eine Abkehr von der früheren Marschrichtung dar. Noch im vergangenen Jahr hatte Meta CPO Chris Cox intern betont, das Unternehmen wolle sich auf „Unterhaltung“ und „Verbindung mit Freunden“ konzentrieren, anstatt „obsessiv auf Produktivität“ zu setzen, wie es bei OpenAI, Google und Anthropic der Fall sei.
Die neuen Funktionen werden in den kommenden Wochen auch in weiteren Ländern und auf anderen Meta-Plattformen, wie beispielsweise WhatsApp, verfügbar sein.
Thema: ChatGPT. Quelle/Inspiration: The Verge.