Meta hat stillschweigend eine experimentelle KI-App namens Pocket veröffentlicht. Die Anwendung ermöglicht es Nutzern, interaktive Minispiele – von Meta als „Gizmos“ bezeichnet – mithilfe von Textaufforderungen zu generieren und zu teilen. Laut Daten des App-Analyseanbieters Appfigures war Pocket bereits am 29. Juni 2026 im App Store und bei Google Play verfügbar, auch wenn die Einführung ohne offizielle Ankündigung erfolgte.
Entwicklung und Funktion von Pocket
Pocket versteht sich als eine kreative Plattform zum Erstellen und Teilen von „Gizmos“, interaktiven Erlebnissen. Die App bietet zudem einen Feed, in dem Nutzer die von anderen erstellten „Gizmos“ spielen können. Die Software ist das Ergebnis der Übernahme des Teams der Gaming-Plattform Gizmo durch Meta Anfang des Jahres. Ähnlichkeiten zwischen Pocket und der ursprünglichen Gizmo-App, die ebenfalls die Erstellung interaktiver Erlebnisse mittels schriftlicher KI-Prompts ermöglichte und einen Entdeckungs-Feed bot, sind deutlich erkennbar.
Gizmo hatte laut Appfigures zuvor über 635.000 Installationen auf iOS und Google Play verzeichnet und eine positive Nutzerstimmung von 98 Prozent erreicht.
Pocket als Teil von Metas KI-Strategie
Die Entdeckung der App wurde zunächst von Alessandro Paluzzi, einem Reverse Engineer und Beobachter neuer App-Funktionen, bemerkt und auf X (ehemals Twitter) geteilt. Auch andere Medien, darunter Business Insider und Investing.com, berichteten über Paluzzis Fund. Meta hat bisher nicht auf Anfragen zur Stellungnahme reagiert, was darauf hindeutet, dass sich Pocket noch in einer frühen Experimentierphase befindet.
Die Einführung von Pocket reiht sich in Metas Bestreben ein, KI-Kreationstools breiter zugänglich zu machen. Frühere Initiativen umfassen die Generierung von KI-Bildern über die Meta AI App, KI-Videos mit der Vibes App sowie die Integration von KI-Funktionen in Metas soziale Plattformen und die Video-Bearbeitungs-App Edits für Content-Ersteller.
Thema: Meta. Quelle/Inspiration: TechCrunch.