Meta hat kürzlich die Pocket App für alle Nutzer eingeführt, die es ermöglicht, eigene Mini-Spiele, Memes und interaktive Anwendungen zu erstellen. Die App richtet sich an Personen ohne Programmiererfahrung und setzt auf ein Konzept namens „Vibe-Coding“.
Was ist Vibe-Coding?
Anstatt Code Zeile für Zeile zu schreiben, beschreiben Nutzer beim Vibe-Coding in einfacher Sprache, was sie von der Künstlichen Intelligenz (KI) der App wünschen. Die KI übersetzt diese Beschreibungen dann in spielbare Erlebnisse oder sogenannte „Gizmos“, die auf Berührung, Neigung oder Geräusche reagieren können. Die Anweisungen können dabei detailliert oder allgemein gehalten werden.
Eigene Kreationen und soziale Interaktion
Ein Anwender testete die Pocket App, indem er ein Spiel mit dem Titel „Ein Spiel, in dem man Kekse für zunehmend wütende Kunden backen muss“ anforderte. Innerhalb von 59 Sekunden war das Spiel, das Pocket „Sweet Rush Bakery“ nannte, spielbereit.
- Das Spiel war minimalistisch gestaltet: Kunden stellten Bestellungen, und der Spieler wählte Geschmacksrichtungen, mischte Teig, backte Kekse und servierte sie.
- Die Kunden-Emojis wurden dabei immer wütender, und bei zu langsamer Bedienung verließ ein Kunde den Laden, was den Rückstand für die nächste Bestellung erhöhte.
- Die erste Version des Spiels erwies sich als schwierig, konnte jedoch durch eine einfache Beschreibung („mach das Spiel etwas weniger schwierig“) angepasst werden. Daraufhin wurde der Schwierigkeitsgrad der Kundenwut verringert, und das Spiel erhielt den Namen „Angry Cookie“.
Alle erstellten Inhalte werden automatisch gespeichert und können jederzeit durch weitere Beschreibungen angepasst oder auf einem öffentlichen Konto geteilt werden. Neben dem Erstellen bietet Pocket auch einen Social-Media-ähnlichen Feed, in dem Nutzer durch die Kreationen anderer scrollen können. Hier finden sich beispielsweise Spiele zum Anbringen von Glücksbringern an Schuhen oder zum Anprobieren von Schmuck, wobei die App die Kamera nutzen kann, aber versichert, dass Fotos und Videos nicht die App verlassen. Auch meditative Erlebnisse, wie das Steine-Springen über einen See mit beruhigender Musik und motivierenden Botschaften, sind Teil des Angebots. Nutzer können so erhebliche Zeit damit verbringen, die vielfältigen Inhalte zu erkunden.
Thema: Meta. Quelle/Inspiration: ZDNet.