Microsoft behebt Rekordzahl von Sicherheitslücken dank KI

2026-07-15 · kamil

Microsoft hat in seinem jüngsten monatlichen Zyklus von Sicherheitsupdates, bekannt als „Patch Tuesday“, eine Rekordzahl von 570 Sicherheitslücken in seinen Produkten behoben. Das Unternehmen führte diese hohe Zahl auf den Einsatz künstlicher Intelligenz (KI) bei der Entdeckung von Schwachstellen im Code zurück.

KI-gestützte Entdeckung und behobene Schwachstellen

Die am Dienstag veröffentlichten Patches decken eine breite Palette von Microsoft-Produkten ab, darunter Windows, Office und weitere Technologielinien. Die Nutzung von KI hat es Microsoft ermöglicht, eine bisher unerreichte Menge an Sicherheitsfehlern zu identifizieren und zu beheben.

Unter den behobenen Problemen befinden sich mindestens zwei sogenannte Zero-Day-Schwachstellen. Dies sind Sicherheitslücken, die bereits von Angreifern ausgenutzt wurden, bevor Microsoft davon Kenntnis erlangte und einen Patch bereitstellen konnte. Eine dieser Lücken betrifft Windows Server und ermöglicht es Hackern, ihre Berechtigungen von einem eingeschränkten Benutzer zu einem Systemadministrator zu erweitern. Eine weitere Zero-Day-Schwachstelle wurde im Dateifreigabeserver SharePoint entdeckt. Die US-amerikanische Cybersicherheitsbehörde CISA hatte davor gewarnt, dass diese SharePoint-Lücke aktiv von Angreifern ausgenutzt wurde, um Organisationen zu kompromittieren.

Ausblick auf zukünftige Sicherheitsupdates

Microsoft hatte bereits eine Woche vor dieser Veröffentlichung in einem Blogbeitrag angekündigt, dass eine deutlich höhere Anzahl von monatlichen Sicherheitspatches zu erwarten sei. Das Unternehmen begründete dies mit dem verstärkten Einsatz von KI, die seinen Mitarbeitern hilft, zuvor unentdeckte Sicherheitsfehler in der Software aufzuspüren.

Pavan Davuluri, der Leiter des Windows-Bereichs, kommentierte die Entwicklung: „Da KI Verteidigern hilft, mehr Probleme zu entdecken, werden Kunden ein höheres Volumen an Sicherheitsupdates in jeder Sicherheitsfreigabe sehen.“ Diese Entwicklung spiegelt einen allgemeinen Trend wider, bei dem immer fortschrittlichere KI-Modelle im Bereich der Cybersicherheit eingesetzt werden. Sicherheitsexperten nutzen diese Modelle, um Schwachstellen aufzudecken, die möglicherweise seit Jahren oder sogar Jahrzehnten unbemerkt in Software-Codes schlummerten – ein Umstand, der angesichts der Tatsache, dass Teile des Windows-Codes mehrere Jahrzehnte alt sind, besonders relevant ist.


Thema: Microsoft. Quelle/Inspiration: TechCrunch.

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