Microsofts KI-Umsatz: 70 Prozent stammen von OpenAI

2026-08-06 · kamil

Microsoft hat im Geschäftsjahr, das im Juni endete, einen beträchtlichen Teil seines KI-Umsatzes über die Zusammenarbeit mit OpenAI erzielt. Insgesamt belief sich dieser Betrag auf 24,1 Milliarden US-Dollar, was laut einer Bloomberg-Analyse rund 70 Prozent des gesamten KI-Geschäfts des Unternehmens entspricht.

Diese Zahlen unterstreichen die starke Abhängigkeit Microsofts vom Partner OpenAI. Konzernchef Satya Nadella hatte Ende März prognostiziert, dass das KI-Geschäft auf Jahresbasis die Marke von 37 Milliarden US-Dollar überschreiten könnte. Im Rahmen der Vereinbarung zwischen den beiden Unternehmen zahlt OpenAI an Microsoft für Rechenleistung, die Kosten für die Modellentwicklung sowie eine Umsatzbeteiligung.

Einfluss auf Microsofts Strategie

Die hohe Abhängigkeit von OpenAI erklärt Microsofts jüngste strategische Neuausrichtung und Kommunikation. Das Unternehmen, das lange für seine Strategie der Kundenbindung an eigene Produkte (Vendor Lock-in) bekannt war, setzt sich nun verstärkt für quelloffene Modelle (Open-weight models) ein. Dabei handelt es sich um KI-Modelle, deren interne Parameter und Architekturen öffentlich zugänglich sind, was eine breitere Nutzung und Weiterentwicklung ermöglicht. Gleichzeitig warnt Microsoft vor einer Konzentration des Wertes ganzer Branchen bei wenigen proprietären KI-Modellen.

Nadella kritisierte zudem KI-Labore wie OpenAI und Anthropic für ihre Ablehnung der sogenannten „Distillation“. Diese Praxis beinhaltet das Training neuer Modelle unter Nutzung der Ausgaben proprietärer Modelle, um mit weniger Aufwand Konkurrenzprodukte zu entwickeln. Berichten zufolge nutzen chinesische Hersteller diese Methode besonders aggressiv. Parallel dazu integriert Microsoft kontinuierlich eigene KI-Modelle in seine Office-Produkte.


Thema: OpenAI. Quelle/Inspiration: The Decoder.

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