OpenAI hat die Neuanmeldung für sein kostenpflichtiges Pro-Abonnement, das 200 US-Dollar pro Monat kostet, vorübergehend eingestellt. Als Grund nennt das Unternehmen die hohe Belastung seiner Systeme durch die beispiellose Nachfrage nach dem neuen KI-Modell Astra.
Hintergrund der Entscheidung
Die Maßnahme wurde vom OpenAI-Produktleiter Thibault (Tibo) Sottiaux auf der Plattform X bekannt gegeben. Sottiaux, der bei OpenAI Kernprodukte wie Codex und ChatGPT verantwortet, erklärte, dass der Pro-Plan die größte Belastung für die Infrastruktur des Unternehmens darstelle, weshalb die Anmeldungen für diesen Dienst nun deaktiviert wurden. Er betonte, dies sei der kleinste Schritt, um weiterhin den breitestmöglichen Zugang zu gewährleisten. Andere Angebote von OpenAI, darunter die API sowie die kostengünstigeren Go- und Plus-Pläne, bleiben weiterhin verfügbar.
Bereits am Mittwoch hatte das Unternehmen vor einer möglichen solchen Änderung gewarnt. Sottiaux schrieb damals, die Nachfrage nach Astra sei „wirklich beispiellos“. Er habe so etwas noch nie erlebt, obwohl OpenAI bereits zuvor sehr starkes Wachstum verzeichnete. Die Priorität liege stets darin, den bestehenden Nutzern einen exzellenten Service zu bieten, doch eine vorübergehende Aussetzung neuer Pro-Abonnements könne nötig werden, sollte die Entwicklung anhalten.
Astra: Ein Generationssprung für KI
Astra, das am 3. September eingeführt wurde, wird schrittweise für alle OpenAI-Konten – einschließlich Pro, Plus, Enterprise und Business – sowie für die allgemeine KI-Nutzung ausgerollt. Das Modell verspricht erhebliche Fortschritte in Bereichen wie KI-Logik (Reasoning), Programmierung (Coding) und Computernutzung. OpenAI selbst bezeichnete Astra als Beginn der „AGI-Ära“ und als einen Generationssprung, was die Nachfrage zusätzlich befeuert haben dürfte.
OpenAI hat weder mitgeteilt, wie lange die Anmeldungen für den Pro-Plan deaktiviert bleiben werden, noch hat das Unternehmen Zahlen zu den täglichen Anmeldungen veröffentlicht, die das Ausmaß der Nachfrage verdeutlichen könnten. Erst im Vormonat hatte das Unternehmen die Nutzungslimits für Codex-Nutzer angehoben, was darauf hindeutet, dass die aktuelle Überlastung ein jüngeres Phänomen ist.
Thema: OpenAI. Quelle/Inspiration: TechCrunch.