OpenAI, das führende Unternehmen im Bereich der Künstlichen Intelligenz, hat im Rahmen eines Mitarbeiteraktienrückkaufprogramms Anteile im Wert von 7 Milliarden US-Dollar von seiner Belegschaft erworben. Ziel dieser Maßnahme ist es, den Mitarbeitern Liquidität zu verschaffen und ihnen die Möglichkeit zu geben, den Wert ihrer Aktienvergütung zu realisieren.
Die Transaktion bewertet OpenAI weiterhin mit 852 Milliarden US-Dollar. Diese Bewertung entspricht derjenigen der jüngsten Finanzierungsrunde im März, bei der das Unternehmen 122 Milliarden US-Dollar zusätzliche Mittel erhielt.
Börsengang und Unternehmensstrategie
Im Juni hatte OpenAI vertraulich Unterlagen bei der US-Börsenaufsichtsbehörde SEC eingereicht, um einen möglichen Börsengang (IPO) noch in diesem Jahr vorzubereiten. Solche Mitarbeiteraktienrückkäufe, auch Tender Offers genannt, dienen jedoch oft als Alternative oder Vorbote einer Verzögerung eines öffentlichen Angebots. Sie ermöglichen es privat gehaltenen Unternehmen, ihren Angestellten den Zugang zu Kapital zu erleichtern, ohne die Komplexität eines Börsengangs auf sich nehmen zu müssen.
Das Unternehmen äußerte sich auf Anfrage bis zum Redaktionsschluss nicht zu den Vorgängen.
Die Timing-Frage eines Börsengangs könnte auch im Zusammenhang mit den jüngsten Aussagen von OpenAI-CEO Sam Altman stehen. Er räumte ein, dass die letzten zwölf Monate nicht die besten für das Unternehmen waren, zeigte sich aber optimistisch für die kommenden zwölf Monate. Typischerweise streben Unternehmen vor einem Börsengang starke finanzielle Ergebnisse an, um Investoren anzuziehen. Ein Bericht des Wall Street Journal vom April deutete darauf hin, dass OpenAI interne Finanzziele verfehlt hatte.
Trotz des enormen Wachstums und der Produkte von OpenAI, die voraussichtlich großes Interesse an den öffentlichen Märkten wecken würden, könnte auch der Erfolg von Konkurrenten wie Anthropic eine Rolle spielen. Anthropic wurde Berichten zufolge Anfang des Jahres profitabel. Der aktuelle Aktienrückkauf könnte ein weiteres Signal dafür sein, dass der mit Spannung erwartete Börsengang erst stattfinden wird, wenn OpenAIs neue Strategie – die Reduzierung von Wetten und die Konzentration auf das Unternehmensgeschäft – stärker greift.
Thema: OpenAI. Quelle/Inspiration: TechCrunch.