Eine PR-Mitarbeiterin von OpenAI hat versucht, ein Interview des Vanity Fair-Redakteurs Mark Guiducci mit CEO Sam Altman zu lenken, als dieser den Suizid einer ChatGPT-Nutzerin thematisierte. Die Unterbrechung erfolgte, nachdem Guiducci Altman nach der Journalistin Laura Reiley fragte, deren Tochter sich nach Gesprächen mit dem KI-Chatbot ChatGPT das Leben nahm.
Details der Unterbrechung
Mark Guiducci konfrontierte Sam Altman mit dem Vorfall und erwähnte dabei, dass ChatGPT die Tochter der Journalistin nicht zum Suizid aufgefordert hatte. Kurz nach dieser Einleitung unterbrach die PR-Mitarbeiterin das Gespräch. Sie wies Guiducci darauf hin, dass nur noch zwei Minuten verblieben seien und sie das Thema wechseln wolle, um über die Zukunft zu sprechen.
Obwohl Guiducci erklärte, seine Frage beenden zu wollen, um dann zum ursprünglichen Gespräch zurückzukehren, drängte die Mitarbeiterin erneut auf einen raschen Abschluss des Interviews, da man das Gebäude in ein bis zwei Minuten verlassen müsse.
Altman über ethische Dilemmata
Trotz des Einwands setzte Guiducci das Interview fort und fragte Altman, ob OpenAI plane, Gespräche mit ChatGPT zur Gestaltung von Richtlinien für den Umgang mit psychischen Krisen der Nutzer zu verwenden. Altman antwortete, dies seien „einige der schwierigsten Fragen, denen wir oder jeder Entwickler dieser Technologie gegenüberstehen.“ Er äußerte Bedenken bezüglich der Freigabe privater Daten von Nutzern in schwierigen Momenten an Forscher, insbesondere ohne deren Zustimmung.
Stellungnahme von OpenAI
Auf Anfrage zu dem Vorfall erklärte Drew Pusateri, ein Sprecher von OpenAI, dass das Interview über die geplante Zeit hinausging. Er fügte hinzu, dass man angeboten habe, zusätzliche Zeit für die Fortsetzung des Gesprächs zu vereinbaren, nachdem Altman dieses „kritisch wichtige Thema“ behandelt hatte.
Thema: OpenAI. Quelle/Inspiration: The Verge.