Opera integriert lokale KI-Modelle im Browser für mehr Datenschutz

2026-10-28 · kamil

Der Browser-Entwickler Opera beginnt, lokale Künstliche Intelligenz-Modelle (KI) direkt in seinen Browser zu integrieren. Dies wird durch den neu vorgeschlagenen WebAI-Webstandard ermöglicht und stellt sicher, dass Nutzeranfragen und Daten auf dem jeweiligen Gerät verbleiben, anstatt an externe Cloud-Dienste gesendet zu werden.

Vorteile der lokalen Verarbeitung und offene Modelle

Im Gegensatz zu den meisten Browsern, deren KI-Funktionen auf Cloud-Dienste angewiesen sind und bei denen Nutzerdaten potenziell von Drittorganisationen für das Training von Sprachmodellen oder die Profilbildung verwendet werden könnten, verfolgt Opera einen anderen Ansatz. Das Unternehmen setzt auf lokale KI, die durch quelloffene (Open-Weight) KI-Modelle realisiert wird.

Diese Strategie erlaubt es Entwicklern, auf den Modellen aufzubauen, ohne teure KI-Infrastruktur betreiben oder für jede Anfrage bezahlen zu müssen. Laut Krystian Kolondra, EVP Browsers und AI bei Opera, benötigt ein Großteil der gewünschten KI-Funktionen kein Rechenzentrum. Laptops seien bereits in der Lage, diese Aufgaben lokal zu erledigen, ohne Daten zu versenden. Opera hatte lokale Modelle bereits 2024 für Entwickler bereitgestellt und macht sie nun für alle Nutzer zugänglich. Zukünftig sollen weitere optimierte offene Modelle für spezifische Geräte sowie Tools zur Entwicklung von Browser-Erfahrungen mit lokaler KI folgen.

Der WebAI-Standard und die Verfügbarkeit

Der WebAI-Standard, der von Unternehmen wie Google und Microsoft unterstützt wird, ermöglicht es Websites und Erweiterungen, browserbasierte KI zu nutzen. Operas Implementierung ist modellagnostisch und basiert auf Open-Weight-Modellen. Dies bedeutet, dass Nutzer Modelle von Anbietern wie Google und Apple auswählen können. Die Nutzung von WebAI ist opt-in; es werden keine Daten heruntergeladen, bevor der Nutzer dies nicht explizit veranlasst hat.

Die frühe Vorschau von WebAI ist derzeit auf Windows-PCs (64-Bit, Intel/AMD) und Macs mit Apple-Silizium verfügbar. Sie wird nicht auf Intel-basierten Macs, Linux-Systemen oder Windows auf Arm unterstützt.


Thema: Technologie / KI allgemein. Quelle/Inspiration: ZDNet.

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