Perplexity bringt KI-Agenten für Windows 10 und 11

2026-08-31 · kamil

Perplexity hat seinen KI-Agenten namens „Personal Computer“ nun auch für Nutzer von Windows 10 und 11 verfügbar gemacht. Die zuvor exklusiv für macOS angebotene Funktion ermöglicht die weitgehend eigenständige Bearbeitung komplexer, mehrstufiger Aufgaben auf dem PC. Voraussetzung für die Nutzung ist ein kostenpflichtiges Abonnement von Perplexity (Pro, Max oder Enterprise).

Funktionsweise und Integration

Die als „Agentic AI“ bezeichnete Technologie ist darauf ausgelegt, Arbeitszeit und Aufwand zu reduzieren, indem sie komplexe Aufgaben mit minimaler Benutzerinteraktion ausführt. Nutzer beschreiben lediglich ihre Anforderung, und die KI erledigt die notwendigen Schritte autonom. Die Windows-App von Perplexity kann nach der Installation auf lokale Dateien zugreifen, native Anwendungen des Computers nutzen und sich mit Cloud-Diensten wie OneDrive, Google Drive, Box und Dropbox verbinden. Eine Sprachmodus-Funktion erlaubt zudem die dialogbasierte Interaktion, um Aufgabenstellungen zu präzisieren.

Für die erstmalige Nutzung müssen Anwender den lokalen Dateizugriff aktivieren und bei Bedarf Konnektoren für Drittanbieterdienste einrichten. Die Aufgabenübermittlung erfolgt über eine dedizierte Schaltfläche in der App, wobei für die meisten Anwendungen das Standard-KI-Modell empfohlen wird.

Praxistests mit komplexen Aufgaben

In mehreren Tests zeigte der Perplexity-Agent seine Fähigkeiten bei der Bearbeitung vielfältiger Anforderungen:

  • Zusammenfassung lokaler Dokumente: Die KI wurde beauftragt, medizinische PDF-Dateien aus einem lokalen Download-Ordner zu scannen, zu lesen und eine zweiseitige Zusammenfassung zu erstellen, die sowohl im Chatfenster angezeigt als auch als herunterladbare PDF-Datei bereitgestellt wurde. Die KI erkannte dabei auch Duplikate und lieferte eine prägnante und detaillierte Zusammenfassung.
  • Verwaltung von Cloud-Dokumenten: Eine weitere Aufgabe umfasste die Zusammenfassung von Artikeln über Perplexity AI, die in einem OneDrive-Ordner gespeichert waren. Die KI fand die relevanten Dokumente, erstellte eine fünfseitige Zusammenfassung und speicherte diese als neues Word-Dokument direkt in OneDrive. Die Ergebnisse waren umfassend und fehlerfrei.
  • E-Mail-Verwaltung: Der Agent konnte alle ungelesenen E-Mails der letzten sechs Monate aus verschiedenen Microsoft Outlook-Ordnern und -Konten identifizieren und Entwürfe für Antworten erstellen, die vom Nutzer bei Bedarf bearbeitet und versendet werden konnten.
  • Wiederkehrende Benachrichtigungen: Perplexity wurde beauftragt, täglich um 9 Uhr ET nach neuen Informationen oder Ankündigungen zu „Doctor Who“ zu suchen und den Nutzer mit Quelle, Datum und Relevanz zu benachrichtigen.
  • Dateikonvertierung: Eine anspruchsvolle Aufgabe war die Konvertierung älterer Word- (.doc) und Excel-Dateien (.xls) aus einem lokalen Ordner in moderne Formate, wobei die Originale in einem „Legacy“-Ordner belassen und eine Liste der konvertierten Dateien erstellt werden sollte. Obwohl es anfänglich zu Hindernissen wie blockiertem Ordnerzugriff und Schwierigkeiten beim Schreiben neuer Dateien kam, fand die KI mit geringfügiger Benutzereingabe stets Workarounds und schloss die Aufgabe erfolgreich ab.

Trotz kleinerer Schwierigkeiten bei der Dateikonvertierung erwies sich der Perplexity Personal Computer Agent für Windows als ebenso effektiv und hilfreich wie seine Mac-Version. Dies ermöglicht Windows-Nutzern nun eine effizientere Automatisierung bestimmter Aufgaben.


Thema: Perplexity. Quelle/Inspiration: ZDNet.

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