PwC-Berichte angeblich KI-generiert mit falschen Quellen

2026-07-29 · kamil

GPTZero hat in vier Berichten von PwC Middle East für den Zeitraum 2024 bis 2026 gefälschte Quellen und falsche Behauptungen entdeckt. Der Bericht „Transforming Governance“ wird mit einer Wahrscheinlichkeit von 84 Prozent als vollständig KI-generiert eingestuft und bewirbt ein PwC-Produkt mit unbelegten Kundenreferenzen.

Details zu den beanstandeten Berichten

Der als am stärksten betroffen identifizierte Bericht, „Transforming Governance“, bewirbt ein PwC-Produkt namens „Citizen Pulse“. Darin wird behauptet, dass Regierungen in Dänemark, Saudi-Arabien, den USA und Australien auf dieses Produkt angewiesen seien. Für diese Behauptungen fanden sich jedoch keine Belege.

Berichte mit den höchsten KI-Bewertungen wiesen auch die meisten falschen Quellen auf. GPTZero bezeichnet dieses Phänomen als „Vibe Citing“, bei dem Referenzen lose zitiert werden, oft ohne korrekte Titel, URLs oder Autoren, und die damit verbundenen Behauptungen nicht tatsächlich stützen.

Weitreichende Auswirkungen auf die „Big Four“

PwC Middle East teilte der Financial Times mit, dass man Genauigkeit ernst nehme und „eine begrenzte Anzahl unterstützender Zitate aktualisiere“. Eine Erklärung, wie die Fehler entstanden sind, lieferte das Unternehmen nicht.

Damit sind nun alle „Big Four“-Wirtschaftsprüfungsgesellschaften von KI-Halluzinationen betroffen. GPTZero hatte bereits zuvor gefälschte Quellen in Berichten von KPMG, Deloitte und Ernst & Young festgestellt.


Thema: Technologie / KI allgemein. Quelle/Inspiration: The Decoder.

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