Sony Music Entertainment hat eine erneute Klage gegen den KI-Musikgenerator Udio eingereicht. Dem Unternehmen wird vorgeworfen, die Urheberrechte von über 30.000 Musiktiteln verletzt zu haben, darunter Werke von Elvis Presley, Beyoncé und Harry Styles. Die Klage wurde am Montag bei einem Gericht in New York eingereicht. Sony Music behauptet, dass diese Liste lediglich einen „kleinen Teil“ der von Udio verletzten Werke darstellt, wie zuvor von Music Business Worldwide berichtet.
Die Liste der betroffenen Songs umfasst bekannte Namen wie Beyoncés „Say My Name“, Elvis Presleys „Hound Dog“ und Harry Styles‘ „As It Was“. Auch Titel von Britney Spears und Johnny Cash sind genannt.
Hintergrund der rechtlichen Auseinandersetzung
Bereits im Jahr 2024 hatten Sony Music, Universal Music Group (UMG) und Warner Records gemeinsam Klage gegen Udio sowie den ebenfalls im Bereich KI-Musik tätigen Anbieter Suno eingereicht. Im Rahmen dieses Verfahrens erhielt Sony Music Zugang zu Udios Trainingsdaten. Mithilfe einer Technik namens Audio-Fingerprinting – einem Verfahren zur eindeutigen Identifizierung von Audioaufnahmen – will Sony Music daraufhin weitere Songs identifiziert haben, die Udio angeblich kopiert und in seine generativen KI-Modelle eingespeist hat.
Sony Music beantragte daraufhin, mehr als 30.000 dieser Songs in die ursprüngliche Klage aufzunehmen. Ein Richter lehnte diesen Antrag jedoch ab, wodurch der Umfang der ersten Klage auf 333 Werke begrenzt blieb. Die nun eingereichte Klage macht diese über 30.000 Songs zum alleinigen Gegenstand und Sony Music behält sich vor, diese Liste noch zu erweitern.
Udio soll zudem eingeräumt haben, dass seine generativen KI-Modelle „durch die Vorführung einer riesigen Menge verschiedener Arten von Tonaufnahmen“ trainiert wurden, darunter auch Inhalte von YouTube. Im Gegensatz zu Sony Music haben UMG und Warner Music Group mittlerweile eine Einigung mit Udio erzielt und arbeiten nun mit dem Unternehmen zusammen, was die Akzeptanz von KI in der Musikindustrie verdeutlicht.
Forderungen von Sony Music
Sony Music fordert, dass Udio die weitere Verletzung seiner Urheberrechte unterlassen muss. Darüber hinaus verlangt das Unternehmen Schadenersatz von bis zu 150.000 US-Dollar pro verletztem Werk.
Thema: Sony. Quelle/Inspiration: The Verge.