Splice-Chefin Kakul Srivastava äußert Skepsis gegenüber generativer KI

2026-10-03 · kamil

Kakul Srivastava, die Geschäftsführerin der Sample-Plattform Splice, hat ihre Skepsis gegenüber bestimmten Anwendungen generativer Künstlicher Intelligenz bekräftigt. Sie warnt insbesondere vor der Nutzung von KI-generierten Dokumenten in der beruflichen Kommunikation und positioniert sich kritisch gegenüber vollständig automatisierten „Push-Button, Get-Song“-KI-Musiktools.

Splice und der menschzentrierte KI-Ansatz in der Musik

Als Chefin von Splice, einer Plattform, die Produzenten mit One-Shots und melodischen Loops versorgt, deren Samples in erfolgreichen Liedern wie Lisas „Money“ und Sabrina Carpenters „Espresso“ verwendet wurden, hat Srivastava eine klare Haltung zum Thema KI in der Musik. Splice hat sich unter ihrer Führung durch die Übernahme von Spitfire Audio weiterentwickelt und wagt sich in den Bereich der generativen KI vor.

Srivastava betonte bereits im vergangenen Jahr in einem Interview, dass sie eine KI vermeiden möchte, die per Knopfdruck fertige Songs generiert – eine Entwicklung, die Unternehmen wie Suno kontrovers diskutiert. Diese Ansicht hat sich nicht geändert. Splice verfolgt stattdessen das Ziel, KI-Produkte anzubieten, die den Menschen weiterhin im Mittelpunkt des kreativen Prozesses halten. Dies bedeutet, dass KI als Werkzeug zur Unterstützung und Erweiterung der menschlichen Kreativität dienen soll, anstatt sie zu ersetzen.

Verlust der menschlichen Interaktion durch KI-Texte

Kakul Srivastava sieht ähnliche Herausforderungen im Bereich der beruflichen Kommunikation. Da Splice ein vollständig verteiltes Unternehmen ist, das ohne physische Büros auskommt, ist die Qualität der schriftlichen Kommunikation von großer Bedeutung. Sie argumentiert, dass die besten Ideen bei Splice oft aus intensiven Diskussionen entstehen, die auf sorgfältig durchdachten menschlichen Beiträgen basieren.

Sie äußert Bedenken gegenüber KI-geschriebenen Dokumenten. Sobald unklar ist, ob ein Mensch hinter den Worten steckt, verändert sich die Art der Diskussion grundlegend und wird ihrer Meinung nach schlechter. Dieser Verlust der menschlichen Authentizität sei nicht umkehrbar. Srivastava zieht hier eine Parallele zur Musikproduktion, wo sie ebenfalls den Wert des menschlichen Beitrags als unverzichtbar erachtet.

Vor ihrer Zeit bei Splice hatte Kakul Srivastava leitende Positionen bei bekannten Technologieunternehmen wie Flickr, Yahoo, GitHub und Adobe inne, wo sie stets an der Schnittstelle von Silicon Valley und kreativen Branchen tätig war.


Thema: Adobe. Quelle/Inspiration: The Verge.

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