Stripe Link: KI-Agenten tätigen deutlich mehr Einkäufe

2026-10-19 · kamil

Künstliche Intelligenz-Agenten, also Software, die autonom Aufgaben im Namen von Nutzern ausführt, nutzen den Bezahldienst Link von Stripe verstärkt für Einkäufe. Laut einem Bericht von Upstarts Media, über den The Decoder berichtet, verzeichnete Stripe im September einen deutlichen Anstieg: Die Anzahl der Transaktionen wuchs um das 38-fache und das damit verbundene Zahlungsvolumen um das 20-fache.

Wachstum und Umfang der Nutzung

Obwohl dieses Wachstum von einer zunächst geringen Basis ausging, bezeichnet Dan Hill, ein Manager bei Stripe, das aktuelle Volumen als signifikant. Zum Zeitpunkt der Analyse durch Stripe nutzten etwa 70 solcher KI-Agenten den Dienst. Diese Zahl ist seither auf rund 200 angewachsen und umfasst prominente Beispiele wie Metas Muse und den Grok Bot.

Die Mehrheit der Agenten tätigt Transaktionen im Wert von etwa 100 US-Dollar. Es gibt jedoch auch Fälle, in denen Nutzer KI-Agenten beauftragen, Flüge oder Möbel im Wert von mehreren tausend Dollar zu buchen oder zu kaufen. Im Bereich des Einzelhandels entfielen 36 Prozent der Transaktionen und 32 Prozent des Volumens auf KI-Agenten. Das Reisesegment folgte mit 28 Prozent des Volumens.

Sicherheit und Wettbewerb

Der Bezahldienst Link bietet eine spezifische Sicherheitsfunktion: Statt die tatsächliche Kreditkartennummer des Nutzers an die Agenten weiterzugeben, generiert Link eine separate 16-stellige Nummer. Nutzer haben zudem die Möglichkeit, Ausgabenlimits festzulegen. Unternehmen wie Anthropic und OpenAI nutzen Link ebenfalls, jedoch bisher nicht für Einkäufe ihrer eigenen KI-Agenten.

Dan Hill räumt ein, dass Stripe nicht der einzige Anbieter auf diesem Gebiet bleiben wird. Er nennt PayPal und Shopifys Shop Pay als potenzielle Konkurrenten. Hill betont, dass sich dieser Markt noch in einem sehr frühen Stadium befindet.


Thema: Technologie / KI allgemein. Quelle/Inspiration: The Decoder.

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