Trump macht Gouverneur Walz für Cyberangriffe verantwortlich

2026-08-01 · kamil

Donald Trump hat sich zu den jüngsten Cyberangriffen auf Wasserversorgungssysteme in Minnesota geäußert und dabei Gouverneur Tim Walz die Schuld zugeschoben. Diese Äußerung steht im Widerspruch zur Einschätzung von US-Behörden wie dem FBI, der Umweltschutzbehörde (EPA) und der Cybersecurity- und Infrastruktursicherheitsbehörde (CISA), die Iran als wahrscheinlichen Urheber der Attacken ansehen, auch wenn sie dies nicht offiziell bestätigt haben. Trump erklärte gegenüber Reportern: „Ich glaube nicht, dass es einen iranischen Cyberangriff gab.“

Hintergrund der Cyberangriffe

Die genannten US-Behörden haben Iran zwar nicht formell für die Serie von Cyberattacken auf Minnesotas Wassersysteme verantwortlich gemacht, doch ein Konsens deutet auf die Beteiligung des Landes hin. Kurz vor Trumps Kommentaren warnte das FBI davor, dass sich die Cyberangriffe auf die amerikanische Infrastruktur auf weitere Bundesstaaten ausbreiten könnten. Allein in Minnesota wurden mindestens 30 kommunale Wasserversorgungssysteme ins Visier genommen, was auf eine koordinierte Aktion hindeutet. Die CISA hatte bereits ähnliche Angriffe Anfang des Jahres mit Iran in Verbindung gebracht. Iran, das wiederholt Ziel von militärischen Maßnahmen der US-Regierung war, hat sich mit begrenzten militärischen Optionen wiederholt digitalen Anstrengungen zugewandt, um die US-Regierung zu beeinträchtigen.

Trumps unbegründete Anschuldigungen

Wie bereits in der Vergangenheit üblich, legte der ehemalige Präsident keine Beweise für seine spontanen Anschuldigungen vor. Während seiner Amtszeit hatte Trump bereits häufig Minnesota und Gouverneur Walz kritisiert und sogar angedroht, das Insurrection Act gegen den Bundesstaat anzuwenden, als es dort zu einer Welle von ICE-Durchsetzungsmaßnahmen kam, bei der mehrere Menschen ums Leben kamen.


Thema: Technologie / KI allgemein. Quelle/Inspiration: The Verge.

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