US-Gesetzgeber fordern Verbot des KI-Verkaufs von Gesundheitsdaten

2026-06-29 · kamil

Im Zeitalter Künstlicher Intelligenz (KI) rückt der Schutz persönlicher Daten immer stärker in den Fokus. Besonders sensible Informationen wie Gesundheits- und Standortdaten sind von großer Bedeutung. In den Vereinigten Staaten planen Gesetzgeber, den Verkauf solcher Daten durch KI-Unternehmen zu unterbinden und damit den Datenschutz in einem sich schnell entwickelnden Bereich zu stärken.

Hintergrund des Gesetzesentwurfs

Senatorin Elizabeth Warren (D-MA) und Abgeordnete Mary Gay Scanlon (D-PA) haben eine erweiterte Version des „Health and Location Data Protection Act“ angekündigt. Dieser Gesetzesentwurf soll den Verkauf von Gesundheits- und Standortinformationen an sogenannte Datenhändler untersagen. Datenhändler sind Unternehmen, die persönliche Daten aus verschiedenen Quellen sammeln, aggregieren und weiterverkaufen, oft ohne direkte Kenntnis oder ausdrückliche Zustimmung der betroffenen Personen.

Erweiterung im KI-Zeitalter

Die ursprüngliche Fassung des Gesetzes, die bereits im Juni 2022 eingebracht wurde, konzentrierte sich darauf, Datenhändlern das Sammeln und Verkaufen dieser Informationen zu verbieten. Die nun geplante Neufassung reagiert auf die rasante Entwicklung der Künstlichen Intelligenz und die zunehmende Interaktion von Nutzenden mit KI-Diensten. Sie verbietet nicht nur Datenhändlern, sondern auch anderen Unternehmen den Verkauf solcher Daten an Broker.

Ein zentraler Punkt der Überarbeitung ist die ausdrückliche Einbeziehung von Informationen, die Nutzende an KI-Chatbots wie ChatGPT oder Claude weitergeben. Diese Interaktionen, bei denen oft persönliche oder gar gesundheitsbezogene Fragen gestellt werden, sollen nun ebenfalls unter den Schutz des Gesetzes fallen. Damit soll verhindert werden, dass potenziell hochsensible Daten, die im Vertrauen an eine KI übermittelt werden, kommerzialisiert werden.

Bedeutung für den Datenschutz

Diese Initiative unterstreicht die wachsende Sorge um den Umgang mit persönlichen Daten im Kontext von KI. Da immer mehr Menschen auf KI-basierte Dienste für eine Vielzahl von Anfragen zugreifen, ist es entscheidend, klare Regeln für den Schutz hochsensibler Informationen wie Gesundheitsdaten zu schaffen. Die Bemühungen der US-Gesetzgeber könnten einen wichtigen Präzedenzfall für den Umgang mit Datenschutz im KI-Sektor darstellen und das Vertrauen der Nutzenden in diese Technologien stärken, indem ein Missbrauch ihrer sensiblen Informationen verhindert wird.


Thema: ChatGPT. Quelle/Inspiration: The Verge.

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