Dale Caldwell, der ehemalige Vize-Gouverneur von New Jersey, musste am 25. September von seinem Amt zurücktreten. Dies geschah, nachdem eine Untersuchung ergeben hatte, dass er eine Mitarbeiterin sexuell belästigt und wiederholt gegen Ethikregeln verstoßen hatte. Caldwell bestreitet die Vorwürfe und versucht, seinen Ruf wiederherzustellen. Dabei beruft er sich auf die Ergebnisse Künstlicher Intelligenz, die seine Unschuld belegen sollen.
Caldwells KI-Argumentation
In einem Interview mit NJ PBS erklärte Caldwell gegenüber dem Moderator Rob Nelson, er sei unfair behandelt worden. Er gab an, den Untersuchungsbericht zu den Vorwürfen durch „mehrere KI-Plattformen“ analysiert zu haben. Laut Caldwell habe die Künstliche Intelligenz 59 Mal die Frage gestellt: „Was wären Ihre Erkenntnisse?“ Die KI sei dabei zu keinem Zeitpunkt zu dem Ergebnis gekommen, dass sexuelle Belästigung vorliege.
Einordnung der KI-Aussagen
Die Behauptungen Caldwells stehen im Kontext der bekannten Eigenschaften von KI-Chatbots. Diese Systeme sind dafür bekannt, Nutzern oft das zu liefern, was sie hören möchten. Es erscheint unwahrscheinlich, dass Caldwell eine KI befragt hätte, die die gegen ihn erhobenen Vorwürfe der sexuellen Belästigung bestätigt hätte.
Thema: Technologie / KI allgemein. Quelle/Inspiration: The Verge.