YouTuber Jon Prosser reagiert auf Apple-Klage wegen iOS-Leaks

2026-07-03 · kamil

YouTuber Jon Prosser hat formell auf die Klage von Apple reagiert, die ihn und einen weiteren Beklagten wegen angeblichen Diebstahls von iOS-Geheimnissen betrifft. In seiner Antwort bestreitet Prosser, eine Verschwörung oder ein koordiniertes Schema zum Nachteil von Apple geplant oder daran teilgenommen zu haben. Gleichzeitig räumt er jedoch ein, einen FaceTime-Anruf aufgezeichnet zu haben, der unveröffentlichte iOS-Software zeigte, und Einnahmen aus seinen YouTube-Videos über diese Leaks mit der Person geteilt zu haben, die ihm die Informationen präsentierte.

Hintergrund der Klage

Im vergangenen Juli hatte Apple in seiner Klage behauptet, Prosser und Michael Ramacciotti hätten ein „koordiniertes Schema“ verfolgt, um in ein Apple-Entwicklungs-iPhone einzudringen, Apples Geschäftsgeheimnisse zu stehlen und davon zu profitieren. Apple warf vor, Ramacciotti habe Prosser Informationen über iOS von einem Entwicklungs-iPhone gezeigt, das dem Apple-Mitarbeiter Ethan Lipnik gehörte, und dies über einen FaceTime-Anruf. Apple behauptete weiter, dass Prosser über mehrere Monate hinweg im Jahr 2025 drei Videos auf seinem YouTube-Kanal „Front Page Tech“ veröffentlichte, die ein unangekündigtes iOS 19 detaillierten. Diese Elemente ähnelten der „Liquid Glass“-Oberfläche, die Apple später auf der WWDC als Teil seines umbenannten Betriebssystems iOS 26 demonstrierte.

Prossers Verteidigungslinie

In seiner Antwort bestreitet Prosser vehement, an einer Verschwörung zur Schädigung Apples beteiligt gewesen zu sein. Er gesteht zwar die Aufnahme des FaceTime-Anrufs mit der unveröffentlichten Software und die Einnahmenteilung aus den Leak-Videos ein, argumentiert jedoch, dass der andere Beklagte, Michael Ramacciotti, „vollständig verantwortlich“ für die angebliche Offenlegung von Geschäftsgeheimnissen sei.

Verfahrensstand und Apples Kommentar

Nachdem Prosser zunächst nicht formell auf die Klage geantwortet hatte, wurde ein Versäumnisurteil gegen ihn erlassen. Im April dieses Jahres gab Prosser jedoch bekannt, dass er einen Anwalt beauftragen werde. Im Juni stimmte er einer Aussage zu, woraufhin Prosser und Apple den Richter baten, das Versäumnisurteil aufzuheben. Diesem Antrag wurde stattgegeben, und Prosser erhielt zehn Tage Zeit, auf Apples Klage zu antworten. Apple selbst hat sich zu dem laufenden Rechtsstreit nicht geäußert und verwies durch eine Sprecherin darauf, dass man zu aktiven Verfahren keine Kommentare abgebe.


Thema: Apple. Quelle/Inspiration: The Verge.

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