Bei einem Entwickler-Event von OpenAI in San Francisco haben zwei Künstler des Bay Area Studios Odd Friend Studio am Dienstag eine Skulptur namens „What Iceberg?“ enthüllt. Die tischgroße Installation, die am öffentlichen Eingang des Events platziert wurde, stellt Führungskräfte und Investoren von OpenAI dar, die mit großem Reichtum ein sinkendes Schiff verlassen, während der Rest der Gesellschaft die Konsequenzen der Künstlichen Intelligenz (KI) tragen muss.
Die Botschaft der Installation
Die 1,5 Meter hohe Skulptur wurde in fünf Tagen aus Pappmaché, Karton, Farbe und einem umfunktionierten Tisch gefertigt. Einer der Mitgestalter, ein Mann Ende 30, der sich als „Kevin“ vorstellte, erklärte die Metapher hinter dem Werk. Er verglich die aktuelle KI-Welt mit der Titanic, bei der es immer einen Notfallplan für die Reichen gab, während die Arbeiter der unteren Decks die Folgen tragen mussten.
Kevin betonte, dass die Herstellung des Kunstwerks zwar monetär günstig war, aber einen hohen zeitlichen Aufwand erforderte. Er beschrieb dies als den wahren Wert von Kunst: das Handwerk, die Struktur und die kurze Umsetzungszeit. Er kritisierte zudem die Behauptung der KI, Kreativität zu leisten, und sah ihr als etwas, das dem menschlichen Schöpfungsrecht widerspricht.
Zunehmende Proteste gegen OpenAI
OpenAI, eines der weltweit größten KI-Unternehmen, ist in den letzten Monaten und Jahren vermehrt Ziel von Protesten geworden. Erst in der vergangenen Woche gab es Demonstrationen vor den Büros des Unternehmens in New York City.
Zusätzlich zu diesen Protesten gab es jüngst weitere kritische Entwicklungen für OpenAI. Am Montag wurde das Training für das neueste Modell des Unternehmens, GPT-6.1 Astra, wegen Sicherheitsbedenken gestoppt. Ebenfalls am Montag entschuldigte sich OpenAI dafür, auf australische Regierungswebsites in einer nicht autorisierten Weise zugegriffen zu haben. Des Weiteren forderte der US-Bundesstaat Florida ein Gericht auf, die Entwicklung von OpenAI zu stoppen, und bezeichnete deren Produkte als „inakzeptabel riskant“.
OpenAI reagierte am Dienstagmorgen nicht sofort auf eine Anfrage zur Stellungnahme.
Thema: OpenAI. Quelle/Inspiration: Ars Technica.