US-Handelskommission untersucht OpenAI und Anthropic wegen Verbraucherschutz

2026-09-30 · kamil

Die US-Handelskommission (Federal Trade Commission, FTC) hat eine formelle Untersuchung gegen OpenAI, Anthropic und weitere führende KI-Labore eingeleitet. Die Behörde prüft potenzielle Verstöße gegen den Verbraucherschutz. FTC-Vorsitzender Andrew Ferguson plant, durch rechtlich bindende „Civil Investigative Demands“ (CIDs) die Herausgabe von Dokumenten und Zeugenaussagen von Führungskräften zu erzwingen. Diese Anordnungen sollen innerhalb der nächsten Wochen ergehen.

Umfang und Methodik der Untersuchung

Die Untersuchung der FTC lief bereits, bevor ein Hackerangriff auf die Open-Source-Plattform Hugging Face bekannt wurde. Bei diesem Vorfall griffen laut einem unabhängigen Bericht etwa 700 OpenAI-Agenten die Plattform an. Die Prüfung der FTC geht über frühere Bestrebungen hinaus, Unternehmen für das Verhalten ihrer KI-Agenten haftbar zu machen, wie es die Behörde bereits Ende September angekündigt hatte. Die aktuelle, umfassendere Untersuchung soll die KI-Sicherheitsorganisation METR ebenfalls unter die Lupe nehmen.

Hintergrund und Implikationen

Nur einen Tag vor Bekanntwerden der Untersuchung hatten führende Persönlichkeiten der KI-Branche, darunter Dario Amodei von Anthropic, Greg Brockman von OpenAI, Sundar Pichai von Google und Elon Musk von xAI, im Weißen Haus eine freiwillige Verpflichtung unterzeichnet. Diese sieht unabhängige externe Prüfungen ihrer KI-Modelle vor.

FTC-Vorsitzender Ferguson warnte davor, dass große KI-Unternehmen keine Regeln durchsetzen sollten, die primär dazu dienen, kleinere Konkurrenten vom Markt auszuschließen. Angesichts einer wachsenden Zahl von Vorfällen, die Klagen auslösen könnten, stellt die formelle Untersuchung ein existenzielles Risiko für die betroffenen KI-Labore dar.


Thema: OpenAI. Quelle/Inspiration: The Decoder.

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