Eine neue Studie von Workera, veröffentlicht im September 2026, offenbart einen signifikanten Anstieg der Nutzung von Künstlicher Intelligenz (KI) am Arbeitsplatz. Demnach verwenden 67,8 Prozent der Angestellten in den USA, die in Unternehmen mit mindestens 5.000 Mitarbeitern tätig sind, KI-Tools (außerhalb von ChatGPT) mehrmals pro Woche. Dies entspricht einem Anstieg von fast 30 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr, als dieser Wert noch bei 39,9 Prozent lag. Trotz dieser rapiden Verbreitung stellt die Studie fest, dass 56,4 Prozent der Mitarbeiter keine Arbeitszeit für die KI-Weiterbildung erhalten.
Zunehmende KI-Integration in Unternehmen
Die Untersuchung, die im Juli 2026 unter 1.000 Angestellten durchgeführt wurde, zeigt, dass Unternehmen die Bedeutung von KI erkennen. 80 Prozent der befragten Unternehmen sind der Meinung, im Jahr 2026 auf dem richtigen Weg für eine KI-gestützte Zukunft zu sein, eine Steigerung von 67 Prozent im Vorjahr. Kian Katanforoosh, Gründer und CEO von Workera, betont jedoch die Notwendigkeit, dass Organisationen eine führende Rolle bei der Befähigung ihrer Mitarbeiter einnehmen müssen.
„Ich würde jedem Verantwortlichen raten, seinen Mitarbeitern Zeit für Weiterbildung einzuräumen. Denken Sie nicht, dass sie es von selbst lernen werden, ohne dass Sie aktiv Zeit dafür schaffen. Mit Zeit kommt auch psychologische Sicherheit; geben Sie ihnen die psychologische Sicherheit, mit KI zu experimentieren.“
Hindernisse bei der Kompetenzentwicklung
Trotz des steigenden Bewusstseins für KI-Kompetenzen gibt es erhebliche Hürden. Neben dem Mangel an zugewiesener Arbeitszeit für die Weiterbildung nennen 42,5 Prozent der Angestellten fehlende relevante Lernmaterialien als größtes Hindernis. Die meisten Mitarbeiter investieren nur wenig Zeit in ihre Qualifizierung: 84,3 Prozent verbringen fünf Stunden oder weniger pro Woche mit Training. Obwohl fast sechs von zehn Angestellten in den letzten zwölf Monaten spezifische KI-Trainingsangebote erhalten haben – eine Verbesserung gegenüber dem Vorjahr – mangelt es oft an den nötigen Ressourcen und der Zeit, das Gelernte praktisch anzuwenden. Dies führt dazu, dass 46,5 Prozent der Mitarbeiter nicht vom Arbeitgeber bereitgestellte Tools für ihre Kompetenzentwicklung nutzen, wobei 74,6 Prozent davon auf verbreitete KI-Anwendungen wie ChatGPT, Claude und Gemini zurückgreifen.
Katanforoosh schlägt vor, dass Unternehmen zunächst klar definieren sollten, was „KI-bereit“ für sie bedeutet. Anschließend sollten sie Standards und Messmethoden etablieren, um den Lernfortschritt der Mitarbeiter zu fördern und Anreize für eine schnellere Kompetenzentwicklung zu schaffen.
Menschliche Rolle bleibt zentral
Die Studie unterstreicht auch die anhaltende Bedeutung des menschlichen Faktors. 76,6 Prozent der Befragten glauben, ihre Arbeit besser als KI erledigen zu können. Nur 9,5 Prozent sind der Meinung, dass eine KI mehr als die Hälfte ihrer Aufgaben effektiv erledigen könnte. Zudem sind Mitarbeiter überzeugt, dass der menschliche Input bei der Bewertung von Fähigkeiten unverzichtbar bleibt: Lediglich 7 Prozent glauben, dass KI bereits Fähigkeiten besser bewerten kann als Menschen, und 38,5 Prozent sind der Ansicht, dass KI Menschen in dieser Hinsicht niemals übertreffen wird.
Workera entwickelt mit „Ambient“ ein KI-natives Tool zur kontinuierlichen Kompetenzbewertung, das in den Arbeitsablauf integriert werden soll. 41,1 Prozent der Befragten würden ein solches Tool nutzen, wenn sie die Kontrolle über ihre Daten behalten und entscheiden könnten, was geteilt wird.
Thema: Technologie / KI allgemein. Quelle/Inspiration: ZDNet.